"Alltagsmenschen" in mehreren Städten zerstört

Eine zerstörte Skulptur liegt am Ufer des Emssees.

"Alltagsmenschen" in mehreren Städten zerstört

  • Lebensgroße Betonfiguren in Moers, Rheinberg und Gütersloh zerstört
  • Figuren können nicht wieder hergestellt werden
  • Moerser Figuren durch Verkehrsunfall zerstört?

Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag (12.07.2020) oder am Sonntag am Emssee im Kreis Gütersloh eine Skulptur der Künstlerin Christel Lechner zertrümmert. Laut Mitteilung der Kreispolizei Gütersloh vom Montag gibt es noch keine Hinweise auf den oder die Täter.

Figur durch Verkehrsunfall beschädigt?

Ebenfalls in der Nacht zu Sonntag war bereits in Moers eine Skulptur aus der gleichen Serie zerstört worden – auch hier gab es zunächst keine Tathinweise. Am Dienstag (14.07.2020) meldete sich jedoch ein 22-Jähriger per E-Mail beim Stadtmarketing Moers, teilte die Polizei im Kreis Wesel mit.

Der junge Mann sagte, dass er die Alltagsmenschen-Figur durch einen Verkehrsunfall beschädigt habe und dann geflohen sei. Das prüfen nun die Ermittler. Mit der Zerstörung der Alltagsmenschen in Rheinberg soll der Kamp-Lintforter nichts zu tun haben.

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Bereits am Freitag waren ebenfalls fünf lebensgroße Skulpturen der Künstlerin im Stadtpark von Rheinberg beschädigt worden. Sie waren erst am Vortag aufgestellt worden.

"Die Figuren sind jetzt völlig kaputt und können nicht wieder hergestellt werden", sagte ein Mitarbeiter des Stadtmarketings Rheinberg.

Figuren halbiert, geköpft und im Teich versenkt

Die "Alltagsmenschen" sind Betonfiguren, die in Rheinberg, Moers und Kamp-Lintfort bis zum 8. November zu sehen sein sollten.

"Die Zerstörungswut hat einen hohen Sachschaden im mittleren fünfstelligen Bereich verursacht", so die Polizei zum Fall Rheinberg. Sie sucht nun nach Zeugen.

Stand: 14.07.2020, 20:11