Rheinbahn: 30 Millionen Euro für Sicherheitstechnik

Arbeiter montieren im Tunnel zur U-Bahn-Station Schadowstraße die letzten Teile

Rheinbahn: 30 Millionen Euro für Sicherheitstechnik

Von Peter Hild

  • U-Bahn-Tunnelnetz zwei Jahre umgebaut
  • Schnellere Reaktion bei Störungen
  • Bisherige Technik war aus den 80ern

Die Düsseldorfer Rheinbahn hat die Zugsicherungstechnik in ihrem gesamten U-Bahn-Tunnelnetz erneuert, für gut 30 Millionen Euro. Die bisherige Sicherheitstechnik stammt aus den 80er-Jahren und wurde seit rund 30 Jahren nicht mehr weiterentwickelt.

Schneller auf Störungen im Tunnel reagieren

Bisher werden die Bahnen im Tunnel automatisch aus dem Stellwerk gelenkt. Mit der neuen Technik steuern die Fahrer die Bahnen wieder selbst nach Signal. Im neuen computergestützten System sind neue Automatismen eingebaut, die eine schnellere Reaktion im Betrieb ermöglichen.

"Wir können zügiger auf Störungen reagieren, indem das neue System Bahnen zum Beispiel um einen liegengebliebenen Zug herumsteuern kann", sagte Rheinbahn-Verkehrsmanager Christian Finke am Mittwoch (27.03.2019).

Umstellung auf neue Technik dauerte zwei Jahre

Für die Erneuerung der Technik hat die Rheinbahn in den vergangenen zwei Jahren 230 Signale und 78 Weichen ausgetauscht, dazu 170 Kilometer neue Kabel verlegt.

Ein Betriebsleiter zeigt mit dem Finger auf eine große Tafel mit zahlreichen Linien, auf denen Lichtern leuchten

Die alten Meldetafeln im Stellwerk haben bald ausgedient.

Die beiden Sicherheitssysteme werden noch einige Jahre parallel laufen, bis alle Fahrzeuge umgerüstet sind. Die neue Technik wird seit kurzem auch in den Duisburger Bahn-Tunneln eingebaut. Dort wird die Erneuerung aber voraussichtlich erst 2022 abgeschlossen.

Kaum noch Ersatzteile für alte Technik

Ein weiterer Grund für die neue Technik: Sie ist veraltet und wurde seit rund 30 Jahren nicht mehr weiterentwickelt. "Seit einiger Zeit ist die Versorgung mit Ersatzteilen problematisch, meist können wir nur noch reparieren, anstatt neue Teile einzubauen", sagte Projektleiter Uwe Kietzmann.

Stand: 27.03.2019, 13:37