Rheinbahn nutzt künftig Abbiege-Assistenten

Ein Bus der Rheinbahn, der durch Düsseldorf fährt

Rheinbahn nutzt künftig Abbiege-Assistenten

Die Rheinbahn setzt auf neue technische Möglichkeiten, um Unfälle zu vermeiden. Sie rüstet ihre Busflotte und LKW mit Abbiege-Assistenten aus.

90 Fußgänger und Radfahrer sind allein in Düsseldorf 2019 bei Unfällen schwer verletzt oder sogar getötet worden. Eine der Unfallursachen: der tote Winkel. Fußgänger und Radfahrer sind dann nicht im Spiegel zu erkennen. Die Rheinbahn stattet ihre Busse und ihre zehn LKW deshalb nun nach und nach mit Abbiege-Assistenten aus.

Kamera und Bildschirm

Mit Hilfe von einem Abbiege-Assistenten samt einer Außenkamera am Bus soll das Problem des toten Winkels jetzt gelöst werden. Die Kamera deckt den Bereich, den die Fahrer nicht sehen können, ab und filmt ihn.

In Höhe des rechten Spiegels befindet sich im Bus ein Bildschirm. Auf diesem werden die Aufnahmen des Bereichs angezeigt: mit einem Rahmen, der den toten Winkel markiert und zeigt, ob sich dort etwas befindet. Sobald sich eine Person oder ein Gegenstand in dem Bereich aufhält, wird der Fahrer akustisch und optisch gewarnt: Er hört ein lautes Piepen und der Rahmen blinkt rot.

Zusätzlich zum Abbiege-Assistenten warnen Aufkleber auf den Bussen vor dem toten Winkel. Denn auch viele Fußgänger und Radfahrer sind sich der Gefahr nicht bewusst.

Beitrag zur Verkehrssicherheit

Insgesamt will die Rheinbahn in den kommenden Jahren knapp 400 Fahrzeuge mit dem neuen Hilfsmittel nachrüsten. Bei den über 100 neuen Bussen wird der Abbiege-Assistent direkt eingebaut. Die Rheinbahn kostet das etwa 200.000 Euro mehr. Das Unternehmen will damit seinen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Düsseldorf und der Region leisten.

Derzeit laufen noch die Schulungen und Testfahrten, damit die Fahrer richtig mit der neuen Technik umgehen können.

Stand: 04.12.2020, 18:48