Finanzvorstand der Düsseldorfer Rheinbahn muss gehen

Ex-Rheinbahn-Vorstand Sylvia Lier

Finanzvorstand der Düsseldorfer Rheinbahn muss gehen

  • Sylvia Lier verlässt Rheinbahn-Vorstand
  • Keine juristischen Vorwürfe
  • Vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich

Sylvia Lier, bislang Finanzvorstand der Düsseldorfer Rheinbahn, verlässt ihren Posten mit sofortiger Wirkung. Das hat der Aufsichtsrat des Verkehrsunternehmens am Donnerstagabend (14.11.2019) bekanntgegeben. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Sylvia Lier sei nicht mehr möglich, so die Begründung.

Vorwurf: Private Dienstwagen-Nutzung

Lier war in die Kritik geraten, weil sie ihren Dienstwagen für private Zwecke zur Verfügung gestellt haben soll. So soll das Vorstandsmitglied eine Fahrt nach Hannover abgerechnet haben, obwohl sie zum besagten Zeitpunkt selbst nicht in Hannover gewesen sei.

Juristisch sei ihr nichts vorzuwerfen, ließ der Aufsichtsrat der Rheinbahn heute mitteilen. Die öffentliche Diskussion infolge wiederholter Indiskretionen machten aber eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Zukunft unmöglich, heißt es in der Begründung weiter.

Anschlussbeschäftigung für Lier

Sylvia Lier entschuldigte sich bei den Mitarbeitern der Rheinbahn für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Der Vertrag wurde mit ihrem Einvernehmen aufgelöst. Thomas Geisel, Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinbahn, stellte ihr eine Anschlussbeschäftigung bei der noch zu gründenden "Mobilitätsgesellschaft" in Aussicht.

Wohl auch, um die zugesicherte Abfindung von mehr als einer halben Million Euro zu umgehen, die Sylvia Lier bei Vertragsauflösung zustehen. Lier kann sich nach eigenen Angaben eine weitere Beschäftigung vorstellen.

Stand: 14.11.2019, 18:45