Bonner Rheinauensee wird sauberer

Der Rheinauensee wird von Schlamm und Algen befreit

Bonner Rheinauensee wird sauberer

In den Bonner Rheinauen startet die Sanierung des Rheinauensees. Die Stadt muss das Gewässer von Schlamm und Algen befreien, damit Fische und Vögel nicht krank werden.

Der erste Schritt zur See-Sanierung sind Mikroorganismen, die eine Fachfirma in das Gewässer gibt: Und zwar mit einem Spezialboot, das mit Lanzen einen Mikroben-Cocktail in den Seeschlamm spritzt.

Mikroorganismen sorgen für Gleichgewicht

Die Mikroorganismen bauen Schadstoffe und Ablagerungen am Grund des Sees ab, die für die schlechte Wasserqualität mitverantwortlich sind. Die Organismen sorgen dann wieder für ein natürliches Gleichgewicht. Der See wird dadurch nicht mehr so stark riechen und klarer werden.

Wasservögel Grund für Schlamm

Grund für die Verschmutzungen sind unter anderem Vogelkot und Futterreste, die im Wasser landen und am Grund des Sees verfaulen. "Das zumeist gut gemeinte Füttern, schadet den Vögeln somit und ist nicht im Sinne des Tierschutzes!", betont Dieter Fuchs, Leiter des Bereichs Stadtgrün bei der Stadt Bonn.

Ausbaggerung im kommenden Winter

In einem zweiten Schritt soll der Rheinauensee im kommenden Winter ausgebaggert werden. "Der Einsatz der Mikroorganismen ist aktuell nur eine Symptombekämpfung, denn die Ursache für den aktuellen Zustand des Sees - der hohe Phosphorgehalt - wird dadurch nicht beseitigt", erklärt Dieter Fuchs.

Hohe Kosten für Sanierung

Das ergab eine zweijährige Untersuchung und das darauf aufbauende Gutachten. Daher muss das 15 Hektar große Binnengewässer vollständig entschlammt werden. Die Kosten für die Schlammentsorgung werden aktuell auf 4,3 Millionen Euro geschätzt. Fördermittel in Höhe von 1,29 Millionen Euro sind beantragt.

Stand: 15.03.2021, 17:46

Weitere Themen