Revision im Aachener Facebook-Prozess

Justizzentrum Landgericht Aachen

Revision im Aachener Facebook-Prozess

  • Mord eines 29-Jährigen erneut vor Gericht
  • Opfer soll 12-Jährige über Facebook bedrängt haben
  • Früheres Urteil muss überprüft werden

Das Landgericht befasst sich seit Donnerstag (08.11.2018) noch einmal mit einem Mord in Eschweiler. Es muss ein früheres Urteil gegen zwei mutmaßliche Täter prüfen. Dies hatte der Bundesgerichtshof entschieden.

Im Sommer 2015 hatte ein Ehepaar mit einem Komplizen einen 29-Jährigen in einem Waldstück in Eschweiler getötet. Das geistig zurückgebliebene Opfer soll die 12-jährige Tochter des Paares bei Facebook gedrängt haben, ihm Nacktfotos zu schicken.

Wusste Ehefrau über Tötungsabsicht Bescheid?

Das Aachener Landgericht verurteilte die drei wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil gegen die Ehefrau und den Bekannten aber wieder auf: Es sei nicht bewiesen, dass sie gewusst haben, dass das Opfer getötet werden sollte.

Beide Angeklagte wollten sich am ersten Prozesstag aber nicht äußern. Der Vater des Mädchens, bei dem das Gericht im Urteil die besondere Schwere der Schuld festgestellt hatte, soll an einem der nächsten Verhandlungstage vernommen werden.

Stand: 08.11.2018, 18:56