Polizei stoppt zahlreiche Raser in Köln

Reul an einem Auto umgeben von Polizisten

Polizei stoppt zahlreiche Raser in Köln

  • NRW-Inneminister Reul besucht Polizei-Kontrolle
  • Beamte überprüfen zahlreiche Fahrzeuge
  • 29-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd

Bei einer Kontrollaktion gegen mutmaßliche Raser hat die Kölner Polizei in der Nacht zu Samstag (27.07.2019) zahlreiche Verstöße geahndet. Allein an einer Kontrollstelle im Stadtteil Deutz, die NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) besuchte, stellten die Beamten des "Projekts Rennen" vier der acht überprüften Fahrzeuge sicher. Die Tuner hatten sie so stark umgebaut, dass sie nicht mehr für den Straßenverkehr zugelassen bleiben konnten.

Zudem überprüfte die Polizei die Geschwindigkeit von insgesamt  4.212 Fahrzeugen. Gegen 212 Fahrer wurde ein Verwarngeld wegen überhöhter Geschwindigkeit verhängt, 31 müssen mit Ordnungswidrigkeitenanzeigen rechnen. In zehn Fällen müssen Fahrer ihren Führerschein temporär abgeben.

Ein Autofahrer lieferte sich mit einem Motorradpolizisten ein Rennen, in dessen Verlauf er mit einer Verkehrsinsel zusammenstieß. Danach schnitt er dem Beamten auf dem Motorrad den Weg ab, sodass dieser stüzte. Anschließend flüchtete er zu Fuß. Die Beamten konnten nur den Beifahrer aus dem Auto fassen. Mittlerweile hat die Polizei aber auch die Identiät des Fahrers ermittelt. Es handelt sich um einen 29-Jährigen, der keinen Führerschein hat.

Sichergestellt und abgeschleppt

Seit vier Jahren gibt es das „Projekt Rennen“. Seitdem wurden 16.000 Wagen kontrolliert, mehr als 800 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und fast 1.000 Autos aus dem Verkehr gezogen.

Bei seinem ersten Besuch kündigte Innenminister Reul an, dass das "Projekt Rennen" zu einer festen Dienststelle innerhalb der Polizei Köln umgewandelt wird. Ab September kümmert sich dann der Einsatztrupp Verkehr/Rennen um die Raser- und Tuningszene.

Rasergesetz verunsichert Justiz in NRW WDR aktuell 05.02.2019 01:41 Min. Verfügbar bis 05.02.2020 WDR

Stand: 27.07.2019, 20:12