Reul als Direktkandidat im Rheinisch-Bergischen-Kreis gewählt

Reul als Direktkandidat im Rheinisch-Bergischen-Kreis gewählt

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zieht als Kandidat für die CDU in den Landtagswahlkampf im Mai - das hat die Partei in seiner rheinisch-bergischen Heimat Montagabend mit großer Mehrheit entschieden. Dabei hatte es im Vorfeld einige Diskussionen um Reul gegeben.

Nach dem Stimmverlust bei der Bundestagswahl im September war eine Diskussion um Erneuerungen in der Union entbrannt. Dass sie nicht nur auf Bundesebene, sondern auch an der Parteibasis leidenschaftlich geführt wird, zeigte sich bei der Kandidatur von Innenminister Herbert Reul im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Reul setzt sich deutlich durch

Überraschend hatte sich der Minister für das Amt des Direktkandidaten in dem Wahlkreis bei der Landtagswahl beworben. Für einige ein Garant für einen erfolgreichen Wahlkampf vor Ort – für andere ein Hindernis bei der herbeigesehnten Neuaufstellung. Welche von beiden Seiten die Oberhand haben würde, war im Vorfeld völlig unklar.

Die Wahlveranstaltung war gut besucht, es kommt ja schließlich nicht alle Tage vor, dass ein Minister als Kandidat um Unterstützung bittet. Auch das Schlange stehen zur Stimmabgabe nahmen viele in Kauf. Am Ende konnte sich Reul deutlich durchsetzen. 71 Prozent der 227 anwesenden Wahlberechtigten stimmten für den Innenminister.

Drei Männer konkurrierten um Kandidaten-Stelle

Neben Reul hatten sich auch der Kreisvorsitzende Uwe Pakendorf und Stefan Knecht aus Kürten beworden. Isabell Johann, die einzige Frau im Rennen um den Posten, hatte ihre Kandidatur im Vorfeld zurückgezogen. Sie wolle dem Minister nicht im Wege stehen. Pakendorf hingegen hatte Kritik an Reuls Kandidatur geäußert. Nach der Wahl stellte er sich jedoch hinter den gewählten Kandidaten und kündigte an, ihn im Wahlkampf unterstützen zu wollen.

Bei vergangenen Landtagswahlen war der Overather CDU-Politiker Rainer Deppe Direktkandidat. Deppe hatte jedoch bereits im Frühjahr angekündigt, nicht erneut kandidieren zu wollen. Der Wahlkreis gilt als CDU-Hochburg. 2017 hatte Deppe 47 Prozent geholt.

Stand: 27.10.2021, 09:57