Alle gerettet: Gladbacher halfen bei Höhlen-Rettung in Thailand

Alle gerettet: Gladbacher halfen bei Höhlen-Rettung in Thailand

  • Alle zwölf Kinder und ihr Trainer gerettet
  • Mönchengladbacher Tauchsportfirma half mit
  • Spezial-Equipment zur Verfügung gestellt
Thailand, Chiang Rai, Mae Sai: Taucher eines Internationalen Rettungsteams treffen, vor dem Eingang einer Höhle, in dem Jugendliche und ihr Trainer seit fast zwei Wochen eingeschossen sind, Vorkehrungen.

Am Dienstag konnten die letzten verbliebenen Kinder und ihr Trainer (10.07.2018) aus der überfluteten Höhle in Thailand gerettet werden. Unterstützt wurde die dramatische Aktion, die schon am Sonntag begonnen hatte, auch von der Tauchsportfirma "dive2gether" in Mönchengladbach. Sie hatte zwei komplette Spezialausrüstungen für Höhlentauchgänge zu den Rettern in Thailand geschickt.

Der Mönchengladbacher Tauchsportexperte Horst Dederichs in seinem Büro

Tauchsport-Experte: Horst Dederichs

"Wir haben einen Kunden, der eine Tauchbasis in Thailand betreibt. Der hat uns in der Woche kontaktiert, bevor die Jungs gefunden wurden und gefragt, ob wir bereit sind, spezielles Equipment zur Verfügung zu stellen", hatte Firmenbetreiber Horst Dederichs am Montag dem WDR erklärt. Der Kunde war Mitglied des Rettungsteams, das die Kinder letztlich aus der Höhle befreien konnte.

Atemluft für fünf Stunden

Die Geräte für die Höhlentaucher sind komplex: ein Sauerstoff-Behälter, ein zweiter mit normaler Pressluft. Beides wird zu einer atembaren Luft gemischt. Die ausgeatmete Luft wird wieder in einem in einem Carbon-Container gereinigt, danach wieder mit Sauerstoff angereichert, ein Kreislauf. Der Container wird an der Seite getragen, um auch durch enge Gänge zu kommen. Bis zu fünf Stunden lang kann das Gerät einen Taucher mit Atemluft versorgen.

Nur etwa 50 Spezialisten weltweit

Tom Jaspers mit Spezial-Tauchausrüstung

Tom Jaspers mit Spezial-Tauchausrüstung

Es sei eine "anspruchsvolle Rettungsaktion in einer superkomplizierten Höhle", hatte Dederichs am Montag gewarnt. Laut seines Kompagnons Tom Jaspers gibt es weltweit nur "etwa 50 Spezialisten, die solche Rettungsaktionen machen können". Die psychische Belastung sei die größte Herausforderung für die Taucher mit ihrer gut 35 Kilo schweren Ausrüstung: "Es ist keine normale Höhle, es ist eine Trockenhöhle, die überflutet ist. Man kennt den Weg nicht und weiß nicht, wo die Engstellen sind. Das ist schon krass."

Stand: 10.07.2018, 14:17