NS-Raubkunst: Uni Bonn erarbeitet Restitutions-Regelwerk

"Ansicht des Zwingergrabens in Dresden" des als Canaletto bekannten italienischen Landschaftsmalers Bernardo Bellotto. Der Bund soll das Bild an Erben des Besitzers zurückgeben.

NS-Raubkunst: Uni Bonn erarbeitet Restitutions-Regelwerk

  • Forschungsprojekt zu Restitution von NS-Raubkunst
  • Internationales Regelwerk soll erarbeitet werden
  • Oft unterschiedliche Rechtsauffassung in Ländern

An der Universität Bonn hat ein internationales Forschungsprojekt zur Restitution (Rückerstattung) von Raubkunst aus der Nazizeit begonnen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) fördere das auf fünf Jahre angelegte Projekt mit 873.000 Euro, teilte die Universität am Dienstag (11.06.2019) mit.

Raubkunst adieu? Vom Umgang mit fremdem Kulturerbe

WDR 5 Funkhausgespräche 10.01.2019 01:13:31 Std. Verfügbar bis 10.01.2020 WDR 5

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Ziel sei die Erstellung eines internationalen Regelwerks in englischer Sprache, sagte Projektleiter Matthias Weller der Pressemitteilung zufolge.

Unterschiede bei Bewertung der Fälle

1998 hatten sich mehr als 40 Staaten in Washington verpflichtet, "faire und gerechte Lösungen" mit den Opfern des NS-Kunstraubs oder ihren Erben zu finden. Nach 20 Jahren der Restitutionspraxis fällt laut Weller auf, dass zunehmend in gleich gelagerten Fällen in verschiedenen Ländern unterschiedlich entschieden werde.

Im Laufe des Projekts sollen die Fälle gesichtet und systematisiert werden, um Entscheidungsregeln zu formulieren - mit dem Fokus auf Deutschland, Österreich, Frankreich, die Niederlande und Großbritannien.

WDR 5 Funkhausgespräche: Raubkunst adieu? - Vom Umgang mit fremdem Kulturerbe 54:56 Min. Verfügbar bis 11.01.2020

Stand: 11.06.2019, 17:50