Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kölner Flughafenchef

Köln Bonner Flughafen

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kölner Flughafenchef

  • Kölner OB Reker kritisiert Flughafen-Aufsichtsrat
  • Beurlaubten Flughafen-Chef noch nicht angehört
  • Staatsanwaltschaft ermittelt: Anfangsverdacht der Untreue

Im Fall des beurlaubten Chefs des Köln/Bonner Flughafens Michael Garvens hat die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Dienstag (14.11.2017) Kritik am Flughafen-Aufsichtsrat geäußert. Sie bedauert, dass der Aufsichtsrat des Flughafens Garvens bislang keine Gelegenheit gegeben hat, ihn zu den Vorwürfen anzuhören.

Stellungnahme angefordert

"Ich finde schon, dass ein Geschäftsführer, der ein solches Unternehmen 15 Jahre erfolgreich führt, auch die Gelegenheit haben muss, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu entkräften", sagte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker dem WDR. Bis Ende der Woche soll sich Garvens schriftlich zu den Vorwürfen gegenüber dem Aufsichtsrat äußern.

Anfangsverdacht der Untreue

Garvens werden Fehler in Personal- und Finanzfragen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt seit Montag (13.11. 2017) gegen Garvens wegen des Anfangsverdachts der Untreue. Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben einen internen Untersuchungsbericht des Flughafen-Aufsichtsrats angefordert. Garvens ist bis Mitte Dezember beurlaubt und musste sein Diensthandy zur Auswertung abgeben.

Fall am Donnerstag im Landtag

Am Donnerstag (16.11.2017) will sich der Landtag auf Antrag der Grünen in einer Aktuellen Stunde mit dem Fall beschäftigen. Außerdem wird eine Einberufung der Gesellschafterversammlung immer wahrscheinlicher. Der Rheinisch-Bergische Kreis hat laut Medienberichten einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Gesellschafterversammlung, die quasi den Aufsichtsrat kontrolliert, soll bewerten, warum Garvens bisher nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen gehört wurde.

Stand: 14.11.2017, 09:59