Köln: Henriette Reker schweigt zu OB-Kandidatur

Henriette Reker

Köln: Henriette Reker schweigt zu OB-Kandidatur

Von Frank Überall

  • Offen, ob OB Reker ein zweites Mal antritt
  • Beratungen bei CDU und Grünen
  • Direktwahl im Herbst 2020

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker lässt nach WDR-Informationen vom Dienstag (27.08.2019) weiterhin offen, ob sie noch einmal zur Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr als Kandidatin antritt.

CDU und Grüne wollen in diesem September über die Kandidatur für den Posten beraten. Bei der vergangenen Wahl hatten sie Reker unterstützt. Hinter den Kulissen wird offenbar hart verhandelt. In einzelnen Gesprächen loten CDU und Grüne, aber auch die FDP aus, wie viele politische Gemeinsamkeiten es mit der parteilosen Henriette Reker für die nächsten Jahre gibt.

Entscheidungen im September

CDU und Grüne in Köln wollen auf Parteitagen am 21. September eine Entscheidung treffen. Entweder nominieren sie dann erneut Henriette Reker oder sie setzen Findungskommissionen ein, die sich dann schnell um die Suche nach alternativen Bewerbern kümmern müssten. Weil es voraussichtlich keine Stichwahl mehr geben wird, wäre bei der Direktwahl durch die Bürger die Person mit den meisten Stimmen automatisch gewählt.

Direktwahl für OB-Amt

Aus diesem Grund rechnen sich auch kleinere Parteien wie Grüne oder FDP Chancen aus, mit eigenen Kandidaten erfolgreich sein zu können. Hinter den Kulissen hieß es aber auch, gegen einen Amtsbonus könne man kaum ankommen, wenn sich Reker erneut für das Amt zur Verfügung stellt.

Bisher arbeiten CDU und Grüne im Kölner Rathaus fest zusammen. Da sie in diesem Bündnis aber keine Mehrheit haben, müssen sie für Beschlüsse stets nach anderen Unterstützern im Stadtrat suchen. Während in anderen Städten längst offen über Kandidaten gesprochen wird, ist auch bei der SPD in Köln noch unbekannt, wer für die Partei in den Oberbürgermeister-Wahlkampf ziehen könnte.

Stand: 28.08.2019, 09:11