Express-Buslinie sorgt für Ärger im Kölner Rathaus

Die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker

Express-Buslinie sorgt für Ärger im Kölner Rathaus

Flott vorbei am Autostau - der Ratsbeschluss machte Hoffnung: eine eigene Fahrspur für den Bus auf der Aachener Straße. Doch jetzt gibt's Zweifel. OB Reker sagt: "Das will ich nicht."

Die Aachener Straße in Köln - die größte Ost-West-Verbindung zwischen Innenstadt und dem Stadtrand bei Weiden im Westen. Im Rathaus ist man sich einig, dass die ständig überfüllte Stadtbahnlinie 1 mehr Kapazität bekommen muss. Ein Tunnel, längere Bahnsteige für dreiteilige Züge, Taktverdichtung sind Lösungsvorschläge. Doch bis die umgesetzt sind, wird es dauern. Deshalb stieß die Idee, eine Express-Buslinie auf der Aachener Straße einzurichten, auf viele Befürworter. Der Schnellbus sollte auf einer eigenen Fahrspur zwischen Neumarkt und Weiden rollen - vorbei an den Autos, die vor allem im Berufsverkehr häufig im Stau stehen.

Wegen des Bombenfundes musste die Aachener Straße in Köln gesperrt werden.

So frei wie hier ist die Aachener Straße in Köln ganz selten

Bei vielen Autofahrern stößt das Vorhaben auf Ablehnung. Sollen sie doch eine Fahrspur aufgeben zugunsten des Express-Busses. Auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker lehnt die eigene Busspur ab. Im WDR-Fernsehen sagte sie am Donnerstag (31.01.2019): "Ich will das nicht, meine Idee war das auch nicht. Ich denke nicht, dass das sein wird, dass da eine Spur nur noch als Busspur funktioniert. Der Bus wird sich an verschiedenen Stellen immer wieder einfädeln müssen."

Und weiter sagte Reker in der WDR-Sendung "Westpol - Eins zu Eins" zur Busspur: "Das darf nicht zu Lasten des Verkehrs gehen, dass dann all der andere Verkehr nur noch steht - dann bringt es ja auch nichts."

Dicke Luft und hohe Mieten – kann Köln mehr? Westpol: Eins zu eins 31.01.2019 28:59 Min. Verfügbar bis 31.01.2020 WDR

Stand: 31.01.2019, 13:31