Zug bei Kerpen nach Blitzschlag evakuiert

Menschen steigen über die Gleise aus einem Zug

Zug bei Kerpen nach Blitzschlag evakuiert

  • Zug-Evakuierung bei Kerpen nach Blitzschlag
  • 400 Fahrgäste müssen auf Taxi und Bus umsteigen
  • Bahn: Sicherheit war Grund für lange Wartezeit

Auf der Bahnstrecke zwischen Aachen und Köln war ein Blitz am späten Samstagnachmittag (27.07.2019) in die Oberleitung eingeschlagen. Ein Teil der Halterung brach dabei ab und beschädigte den Stromabnehmer der Lokomotive des RE1, der gerade in dem Abschnitt in Richtung Köln unterwegs war. Wegen des Schadens konnte der Zug die Fahrt nicht fortsetzen.

Nach rund drei Stunden Wartezeit konnten die rund 400 Fahrgäste den Zug dank der Unterstützung der Feuerwehr über die Gleise verlassen. Zuvor war der Bahnverkehr auf den Nachbargleisen gesperrt worden.

Mit dem Taxi weiter nach Köln

Für die gestrandeten Fahrgäste hatte die Bahn eine Reihe von Taxen zum nahe gelegenen Bahnhof Sindorf beordert. Mit ihnen und in Bussen konnten die Passagiere ihre Fahrt fortsetzen.

Feuerwehr und Bahn lobten das besonnene Verhalten aller Beteiligten. Bereits im Zug hatte die Feuerwehr Wasser verteilt. Vom Zugbegleiter waren die Türen der Waggons geöffnet worden.

Sicherheitshalber lange Wartezeit

Dennoch gab es Kritik an der langen Wartezeit von rund drei Stunden. Dies, so eine Sprecherin der Bahn, sei eine Frage der Sicherheit gewesen. So hätte zunächst sicher sein müssen, dass die Oberleitung stromlos war.

Die anderen Gleise in diesem Bereich hätten vorher gesperrt werden müssen. Diese Arbeiten hätten Notfallmanager übernommen, die aus einer Bereitschaft gerufen wurden, so die Bahn-Sprecherin. Der Blitz selbst sei für die Fahrgäste im Zug keine Gefahr gewesen.

Stand: 28.07.2019, 16:13