Razzia in Kölner Shisha-Bars: Fahnder stellen Tabak sicher

Zollkontrolle in der Shisha-Bar

Razzia in Kölner Shisha-Bars: Fahnder stellen Tabak sicher

Von Markus Schmitz

Das Kölner Ordnungsamt und der Zoll haben am Samstagabend und in der Nacht acht Shisha-Bars kontrolliert. Die Fahnder sind dem Verdacht nachgegangen, dass Betreiber der Bars unversteuerten Tabak verkaufen.

Tatsächlich beschlagnahmten die knapp 30 Zöllnerinnen und Zöllner fast 300 Tabakdosen. Ein Barbetreiber hatte versucht seinen Vorrat an Tabak im Keller zu verstecken, ein Angestellter einer Shisha-Bar wollte mit mehreren Behältern vor den Fahndern flüchten, so der Zoll. Die Einsatzkräfte hatten auch einen Spürhund dabei. Gegen einige Barbetreiber sind Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Klare Regelung für Shisha-Bars

Jede Tabakdose ist mit einer Steuerbanderole versehen. Die Betreiber müssen nach dem Gesetz einem Gast die gesamte Dose verkaufen. Illegale Praxis sei es aber, dass dem Gast nur kleine Portionen angeboten werden und die Dosen später mit illegalem Tabak aufgefüllt werden. So entstehe Steuerschaden, sagt der Zoll. Deshalb dürfe ein Betreiber in seiner Bar keine Dosen mit durchgerissenen Banderolen lagern. Solche Dosen sind in der Nacht beschlagnahmt worden.

Mindestlohn unterschritten

Bei den Kontrollen achteten Ordnungsamt und Zoll auch auf Anstellungsverhältnisse der Mitarbeitenden in den Bars. Es gebe in vier Fällen den Verdacht, dass der aktuelle Mindestlohn von 9,60 Euro nicht gezahlt würde. Das Kölner Ordnungsamt schloss ein Café, weil in den Räumlichkeiten in Ehrenfeld die Brandschutzbestimmungen nicht eingehalten wurden.

Erst Mitte August konnte der Zoll im Bereich Koblenz 8,3 Tonnen illegalen Wasserpfeifentabak in einem Lkw beschlagnahmen. Der Transporter kam aus Südeuropa und hatte das Ziel Niederlande. Laut Zoll würden Teile des illegalen Wasserpfeifentabaks, der in NRW verkauft wird, aus den Niederlanden stammen.

Stand: 05.09.2021, 13:45

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