Razzia am Niederrhein: Polizei nimmt zwei mutmaßliche Schleuser fest

Passkontrolle durch die Bundespolizei

Razzia am Niederrhein: Polizei nimmt zwei mutmaßliche Schleuser fest

Mit einem Großaufgebot von rund 320 Einsatzkräften ist die Bundespolizei am Mittwochmorgen gegen mutmaßliche Schleuser vorgegangen.

Dafür durchsuchten die Ermittler unter anderem fünf Wohnungen in Duisburg, Brüggen, Schwalmtal und Bochum - außerdem mehrere Arbeitsunterkünfte, Gartenbaubetriebe und Restaurants am Niederrhein.

Ermittelt wird gegen fünf am Niederrhein wohnende Männer. Sie stehen im Verdacht, Ausländer eingeschleust und Arbeitsentgelte veruntreut zu haben.

Im Zuge der Durchsuchungen nahm die Polizei zwei 38-jährige Männer fest. Ihnen wird laut Polizei vorgeworfen, einreisewillige serbische und albanische Staatsangehörige in einer "Vielzahl von Fällen" nach Deutschland eingeschleust zu haben, um sie zum Arbeiten an ein Garten- und Landschaftsbauunternehmen zu vermitteln.

Gefälschte Dokumente

Dazu sollen sie den Behörden entweder überhaupt nicht gemeldet oder mit falschen EU-Dokumenten ausgestattet worden sein.

Neben beiden mutmaßlichen Schleusern nahm die Polizei auch fünf geschleuste Männer aus Serbien und Albanien fest. Diese sollen nach Abschluss der Ermittlungen an das Ausländeramt in Viersen übergeben werden.

Stand: 17.03.2021, 14:20