Anti-Terror-Razzia: Ein Verdächtiger aus Gewahrsam entlassen

Polizistinnen sperren Straße ab

Anti-Terror-Razzia: Ein Verdächtiger aus Gewahrsam entlassen

  • Wohnungen in Düren und Köln durchsucht
  • Ein Verdächtiger entlassen
  • Drei weitere Verdächtige bleiben in Langzeitgewahrsam

Einer der Verdächtigen, die nach Anti-Terror-Razzien in Köln und Düren festgenommen worden waren, wurde aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen (19.07.2019). Bei handelt es sich nach Polizeiangaben nicht um einen der Verdächtigen, die als Gefährder gelten.

Drei weitere Männer bleiben aber in Langzeitgewahrsam. Das Amtsgericht in Düren begründete die Entscheidung mit der Gefahr für die Öffentlichkeit, die von den Männern ausgehe. Der Gewahrsam kann bis zu zwei Wochen dauern. In dieser Zeit will die Polizei herausfinden, ob die Männer tatsächlich einen Terroranschlag geplant haben. Dazu werden Handys und Festplatten ausgewertet.

Einer der Verdächtigen soll in einem abgehörten Telefonat indirekt Anschlagspläne geäußert haben. Sollte sich ein Verdacht bestätigen, kann die zuständige Staatsanwaltschaft Haftbefehl beantragen.

Zwei Verdächtige waren als Gefährder bekannt

Der 21-jährige deutsche Konvertit Timo R. war seit einem Jahr als islamistische Gefährder bekannt, der 30-jährige deutsch-libanesische Konvertit Wael C. seit 2013. Als Gefährder werden potenzielle Terroristen von den Sicherheitsbehörden eingestuft.

Wael C. soll am vergangenen Sonntag in die Wohnung von Timo R. gezogen sein. Beide sollen engen Kontakt zu weiteren Personen aus der radikal-islamistischen Szene in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Berlin haben.

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Sieben Objekte durchsucht

In Düren und Köln waren am Donnerstagmorgen (18.7.2019) gegen 4 Uhr Spezialeinheiten der Polizei in Düren und Köln angerückt. Die Beamten durchsuchten laut NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sieben Wohnungen und Arbeitsstätten. Dabei seien Datenträger, 20 Mobiltelefone, Baseballschläger und Messer sichergestellt worden. Bei der Razzia waren ursprünglich sechs Personen in sogenannten Unterbindungsgewahrsam genommen worden

Stand: 19.07.2019, 09:40