Razzien: Schwarzarbeit in Nagelstudios aufgedeckt

Ein leeres Nagelstudio

Razzien: Schwarzarbeit in Nagelstudios aufgedeckt

  • Großeinsatz des Zolls wegen Schwarzarbeit
  • Fünf minderjährige Beschäftigte in Nagelstudios entdeckt
  • Oft wird weniger als Mindestlohn bezahlt

In Köln, Bonn, Bergisch Gladbach und Leverkusen sind am Dienstag (21.05.2019) 125 Zollbeamte gegen Schwarzarbeit in Nagelstudios vorgegangen. Die Razzien trafen gleich 27 Läden in der Region. Dabei sind 26 Menschen aus Vietnam ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung entdeckt worden. Fünf von ihnen waren minderjährig. Gegen sie und die Arbeitgeber wurden noch vor Ort Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Außerdem habe es zahlreiche Hinweise gegeben, dass in vielen Studios weniger als der Mindestlohn bezahlt wird, sagt Pressesprecher Jens Ahland. Sechs Nagelstudios wurden noch vor Ort nach Beweismitteln durchsucht. "Es bestand Gefahr im Verzug", so Ahland. "Das bedeutet, dass die Beweismittel sonst möglicherweise entfernt oder vernichtet worden wären." Nagelstudios stehen beim Zoll schon lange im Fokus, weil in der Vergangenheit massive Verstöße festgestellt worden sind.

Stand: 22.05.2019, 08:16

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