Razzia in Köln gegen Schleuser

Razzia gegen Schleuser WDR aktuell 09.04.2019 01:41 Min. Verfügbar bis 09.04.2020 WDR

Razzia in Köln gegen Schleuser

  • 300 Beamte waren im Einsatz
  • Zwei Haftbefehle vollstreckt
  • 30 Objekte durchsucht

Die Bundespolizei ist am frühen Dienstagmorgen (09.04.2019) im Großraum Köln mit einer Großrazzia gegen Schleuser vorgegangen. 300 Beamte haben Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Zwei Haftbefehle wurden in den Stadtteilen Kalk und Ostheim gegen mutmaßliche Haupttäter vollstreckt, die Männer aus dem Irak sind 40 und 48 Jahre alt, es sollen die Köpfe eines Schlepperrings sein.

Polizisten besprechen sich bei einer Razzia in Köln vor einem Auto

Polizisten bei der Razzia in Köln

Insgesamt wurden 30 Objekte durchsucht. Die Schleuserbande soll Menschen aus dem Iran und dem Irak illegal nach und durch Deutschland gebracht haben.

Über 30 Bandenmitglieder stehen im Verdacht

Die Bundespolizei ermittelt gegen 33 Tatverdächtige wegen des Verdachts der bandenmäßigen Schleusung. Es sollen iranische, irakische, deutsche, polnische, italienische und ivorische Männer sein, die im Verdacht stehen, mit Mietfahrzeugen in Konvoi-Fahrten iranische und irakische Schleusungswillige von und nach Deutschland geschleust zu haben.

Auch schwere Steuerhinterziehung, gewerbs- und bandenmäßige Urkundenfälschung, gewerbs- und bandenmäßige Verleitung zu missbräuchlicher Asylantragstellung sowie gewerbs-und bandenmäßige Visaerschleichung wirft die Staatsanwaltschaft den Verdächtigen vor.

Die Bundespolizei hat nach eigenen Angaben Bargeld und Wertgegenstände in Höhe von mehr als ‪600.000‬ Euro beschlagnahmt.

Stand: 09.04.2019, 14:50