Schlag gegen Drogenkriminalität in Düsseldorf

Die Drogen wurden in geruchsneutralen Tüten mit dem Aufdruck „Hundefutter“ versteckt.

Schlag gegen Drogenkriminalität in Düsseldorf

Von Thomas Kalus

  • Drogengeschäfte in Millionenhöhe aufgeflogen
  • Zwei mutmaßliche Haupttäter festgenommen
  • Marihuana in geruchsneutralen Hundefutter-Beutel verpackt

Der Düsseldorfer Polizei ist nach eigenen Angaben ein schwerer Schlag gegen die Rauschgift-Kriminalität gelungen. Dabei geht es um Drogengeschäfte in Millionenhöhe, teilten die Ermittler am Freitag (08.11.2019) mit. Zwei mutmaßliche Haupttäter sind festgenommen worden.

Die Ermittlungen gegen die Hauptbeschuldigten laufen schon eineinhalb Jahre. Einer der beiden soll in Duisburg eine riesige Marihuana-Plantage betrieben haben: die modernste ihrer Art in ganz NRW, so die Polizei. Vor allem der technische Aufwand in Sachen Bewässerung, Belüftung und Klimatisierung sei beträchtlich gewesen. Sogar gegen Schädlingsbefall seien die Haschisch-Pflanzen geschützt gewesen.

Fast 30 Kilo Marihuana pro Jahr in moderner Plantage produziert

Der 49-Jährige soll in der Plantage jährlich fast 30 Kilogramm Marihuana produziert haben. Die Ermittler berichteten, dass der Mann damit in seinen zwei Düsseldorfer Bistros einen schwunghaften Handel betrieben habe. Das Rauschgift sei dort vornehmlich an Stammkunden verkauft worden. Bei einer Razzia wurden der mutmaßliche Drogendealer und drei Komplizen verhaftet.

Bei Drogenübergabe auf frischer Tat erwischt

Auf die Spur des zweiten Hauptverdächtigen kam die Polizei durch eine Verhandlung vor dem Essener Landgericht. Dort gab ein Beschuldigter an, einem 39-Jährigen mehrere Kilo Marihuana verkauft zu haben. Die Fahnder hefteten sich an dessen Fersen und konnten ihn schließlich am Tag vor Allerheiligen bei der Übergabe einer großen Drogenlieferung in Erkrath festnehmen.

Bei ihm und bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen in den Düsseldorfer Stadtteilen Hassels, Düsseltal und Benrath wurden neben dem Rauschgift größere Summen an Bargeld sichergestellt. Auch hochwertige Autos wurden beschlagnahmt. Besonders bemerkenswert war die Art und Weise, wie die Drogen verpackt waren: in geruchsneutralen Tüten mit dem Aufdruck „Hundefutter“.

Drogengeschäfte in Millionenhöhe

Bei den Drogengeschäften der mutmaßlichen Täter ging es insgesamt um einen Marktwert in Höhe von neun bis zehn Millionen Euro. Beiden müssen mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen.

Die Polizei beschlagnahmte bei der Wohnungsdurchsuchung größere Summen an Bargeld.

Die Polizei beschlagnahmte bei der Wohnungsdurchsuchung größere Summen an Bargeld.

Stand: 08.11.2019, 15:30