Raubkunst: Düsseldorf gibt Nolde-Gemälde zurück

Raubkunst von Emil Nolde

Raubkunst: Düsseldorf gibt Nolde-Gemälde zurück

  • Düsseldorf gibt Nolde-Bild an Erben zurück
  • Hintergrund ist NS-Raubkunst
  • Bild hing seit 1953 im Kunstpalast

Die Stadt Düsseldorf gibt ein Gemälde von Emil Nolde aus dem Jahr 1919 zurück, das sich bislang im städtischen Kunstpalast befand. Die Stadt berichtete am Montag (08.07.2019) über den Beschluss, die NS-Raubkunst an die Erben des ursprünglichen Besitzers zu übergeben.

Das Bild gehörte einst dem jüdischen Holzhändler Curt Schueler, der es nach der Machtübernahme der Nazis zu einem nicht angemessenen Preis verkaufen musste.

Seit 1953 in städtischem Besitz

Das Gemälde war 1953 von dem Bauunternehmer und Immobilienhändler Conrad Doebbeke für die städtische Sammlung in Düsseldorf erworben worden. Doebbeke steht im Verdacht, während der NS-Zeit Kunstobjekte aus jüdischem Besitz gekauft zu haben.

Deshalb hatte der Kunstpalast das Gemälde 2015 in die sogenannte Lost-Art-Liste, die verlorene oder gestohlene Kunstwerke aufführt, eingestellt.

Doppelseitiges Bild

Noldes ungewöhnliches Bild ist doppelseitig. Es zeigt auf der einen Seite das Porträt einer jungen Frau mit dem Titel "Schauspielerin" und auf der anderen eine Landschaft.

Stand: 09.07.2019, 07:39

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