Erftstadt: Verteilung von Spenden an Hochwasser-Betroffene beschlossen

Stand: 25.08.2021, 06:49 Uhr

Der Stadtrat in Erftstadt hat in einer Sondersitzung Kriterien festgelegt, nach denen rund 6,7 Millionen Euro Spendengeld verteilt werden sollen.

Die Summe war nach dem Hochwasser auf einem extra eingerichteten Konto der Stadt eingegangen. Pro Haushalt können bis zu 50.000 Euro Schaden geltend gemacht werden, ein Anteil der Summe soll dann aus den Spenden ersetzt werden. Zu den Voraussetzungen gehört unter anderem, dass die Menschen in Erftstadt wohnen und eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten.

„Tropfen auf dem heißen Stein“

Anwohner sind im Stadtrat Erftstadt zu Gast und sitzen im Ratssaal

Viele Anwohner zog es in die Sondersitzung, in der über die Spendenvergabe entschieden wurde

Betroffene können dann bis zu 5.000 Euro aus dem Spendentopf der Stadt bekommen; wer sein Haus ganz verloren hat bis zu 10.000 Euro. Grundsätzlich hieß es, dass die Summen wohl eher ein „kleiner Tropfen auf den heißen Stein sind“, wie Marion Schübbe von der Stadt gegenüber dem WDR erklärte: „Die großen Entschädigungen die müssen aus den Töpfen von Bund und Land kommen. Und da müssen die Leute auch drauf vertrauen, dass das Geld auch bald fließt.“

Ombudsmann für Härtefälle eingesetzt

Die Gelder aus dem Erftstädter Spendentopf können die Betroffenen jetzt beantragen. Eine sechsköpfige Kommission der Stadt wird die Anträge prüfen und entscheiden. Die Stadt hat außerdem einen Ombudsmann eingesetzt – insbesondere in Härtefällen, so hießt es, könnten sich die Menschen direkt an ihn wenden, dazu soll eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet werden. Für Härtefälle stellt die Stadt dann auch in Aussicht, dass Sonderregelungen zur Höhe des auszuzahlenden Anteils am Spendengeld getroffen werden können.