Untersuchung über alltäglichen Rassismus

Frauen mit Kopftuch sitzen auf einer Parkbank

Untersuchung über alltäglichen Rassismus

  • Ergebnisse bei Wochen gegen Rassismus
  • Fortbildungen für Lehrer empfohlen
  • Rechte Szene in sozialen Netzwerken

Rassismus im Alltag hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Das ist bei einer Untersuchung der Städteregion Aachen heraus gekommen. Die Ergebnisse stellt die Verwaltung der Öffentlichkeit im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus vor, die jetzt (14.03.2019) begonnen haben.

Andreas Goffin präsentiert das Handlungskonzept gegen Rassismus

Ob im Bus, im Supermarkt, in der Schule oder am Arbeitsplatz: Insbesondere Menschen mit dunkler Hautfarbe und Frauen mit Kopftüchern bekommen oft abwertende oder rassistische Sätze zu hören. Das hat Andreas Goffin, Politikwissenschaftler und Mitarbeiter der Städteregion Aachen herausgefunden.

Für seine Untersuchung hat er 110 Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch Politiker, Ehrenamtliche und Schulsozialarbeiter befragt. In vereinzelten Fällen berichteten die Betroffenen sogar von rassistischen Äußerungen durch Behördenmitarbeiter. Der Politikwissenschaftler empfiehlt nun Fortbildungen z. B. für Mitarbeiter und Lehrer.

Goffin hat auch herausgefunden, das die rechtsextreme Szene im Raum Aachen vor allem in sozialen Netzwerken und im Internet aktiv ist. Erfreulich sei, so Andreas Goffin, dass immerhin die größte rechtsextreme Gruppe von Facebook gelöscht wurde. Er warnt jedoch davor zu glauben, dass damit die rechte Szene verschwindet. Die Mitglieder würden sich stattdessen in anderen Formen im Internet finden organisieren.

Stand: 14.03.2019, 15:54