Bonner Tierarzt warnt vor Mährobotern

Igel mit verletztem, blutigem Kopf

Bonner Tierarzt warnt vor Mährobotern

Von Giselle Ucar

  • Mähroboter sind gefährlich für Tiere und Insekten
  • Besonders Igel werden häufig von den Robotern verletzt
  • Ein Tierarzt macht nun auf die Gefahr für Igel aufmerksam

Der erste Igel, den Tierarzt Ansgar Waldmann aus Bonn in seiner Praxis behandeln wollte, war nicht mehr zu retten. Zu tief hatte ihn der Rasenroboter erwischt und Nase und Augen fast gänzlich zerschnitten. Der zweite Igel hatte mehr Glück und konnte gerettet werden. Die Igeldame wurde ärztlich versorgt und hat inzwischen sogar schon einen Namen: Henriette. 

Arten im Garten Wissen macht Ah! 14.04.2019 24:47 Min. DGS Verfügbar bis 14.04.2024 Das Erste

Trotzdem ärgert den Arzt die Unachtsamkeit der Mähroboter-Besitzer. Auf der Facebookseite seiner Praxis postet er ein Bild von Henriette und berichtet vom Leid der Tiere: "Warum schreibe ich das? Weil das typische Rasenmäherroboter-Verletzungen sind. Daher unsere große Bitte: Lassen Sie Ihren Roboter nicht nachts laufen. [...] Helfen Sie uns, die Bonner Igel zu retten!"

Besonders gefährlich in der Nacht

Wenn Igel den nahenden Rasenroboter hören, rennen sie nicht weg, sondern rollen sich ein - wie immer, wenn Gefahr droht. Die nachtaktiven Igel sind daher besonders dann in Gefahr, wenn Gärtner ihre Rasenroboter nachts laufen lassen.

Die Reaktionen auf den Appell von Tierarzt Dr. Waldmann sind enorm. Tausende Likes und Kommentare finden sich unter seinem Beitrag. Vor allem Genesungswünsche für Henriette.

Stand: 28.06.2019, 13:55