Räumung der besetzten Häuser in Manheim gestoppt

Räumung der besetzten Häuser in Kerpen-Manheim

Räumung der besetzten Häuser in Manheim gestoppt

  • Räumung der besetzten Häuser in Manheim abgebrochen
  • Verwaltungsgericht Köln muss über Eilantrag entscheiden
  • Aktivisten besetzen seit einer Woche leerstehende Häuser

Die Aachener Polizei hat die Räumung der besetzten Häuser in Kerpen-Manheim am Donnerstagmittag (25.10.2018) vorerst abgebrochen. Der Grund: Beim Kölner Verwaltungsgericht liegt ein Eilantrag gegen die Räumung vor. Der Richter hat nun mit der Polizei vereinbart, keine Fakten zu schaffen, bevor über den Antrag entschieden ist.

Aktivisten wollen nicht freiwillig gehen

Mehrere Hundertschaften der Polizei waren seit den frühen Morgenstunden in Manheim im Einsatz. Zuvor hatten die Beamten die Aktivisten aufgefordert, die Häuser freiwillig zu verlassen. Dieser Aufforderung waren die Braunkohlegegner nicht nachgekommen, so ein Polizeisprecher. Daraufhin war zunächst mit der Räumung der Häuser begonnen worden.

Polizei räumt besetzte Häuser in Manheim 00:29 Min. Verfügbar bis 25.10.2019

Seit Mitte Oktober halten Umweltaktivisten etwa sieben Häuser in der leerstehenden Ortschaft besetzt. Der Energiekonzern RWE, dem die Häuser gehören, hatte Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs gestellt.

Räumung der besetzten Häuser in Kerpen-Manheim

Aktivisten flohen auf's Dach

Wie viele Braunkohlegegner sich in Manheim aufhalten, ist unklar. Der Ort muss dem Braunkohletagebau Hambach weichen und soll bis 2022 komplett abgerissen sein.

Erst in der Nacht auf Donnerstag (25.10.2018) hatte die Polizei ein Protestcamp von Braunkohlegegnern in der Nähe des Hambacher Forstes geräumt.

Hambach-Aktivisten besetzen RWE-Häuser Aktuelle Stunde 20.10.2018 02:27 Min. Verfügbar bis 20.10.2019 WDR

Stand: 25.10.2018, 15:23