Radwege in Aachen sind laut Gutachten unsicher

Zwei Radfahrer auf einem Radweg, rechts daneben mehrere Autos

Radwege in Aachen sind laut Gutachten unsicher

  • Radfahren in Aachen laut Verkehrsgutachten gefährlich
  • Autofahrer halten Mindestabstand zum Radfahrer nicht ein
  • Aachen setzt auf Radvorrangrouten

Die markierten Radfahrstreifen in Aachen entlang der Hauptstraßen sind nicht sicher. Zu diesem Schluss kommt nicht nur ein aktuelles Verkehrsgutachten.

Auch die Stadt Aachen räumt dies ein. Ihr Ziel, mit den Radfahrstreifen mehr Menschen zum Umstieg aufs Rad zu bewegen, sei nicht erreicht worden.

Autofahrer halten Mindestabstand oft nicht ein

Das Problem ist der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Meter, den Autos zum Rad einhalten müssen. Lkw sogar 2 Meter. Doch in der Praxis sei das fast unmöglich.

Eine Radfahrerin fährt zwischen mehreren Autos hindurch

Oft wird es eng für Radfahrer

Denn dann müssten die Fahrzeuge auf die Nachbarspur ausweichen, sagte ein Sprecher der Stadt dem WDR. Rechtlich gesehen müsste man hinter dem Radfahrer bleiben, falls der Mindestabstand nicht ausreicht. Das mache aber fast niemand.

Aachen will nun Radvorrangrouten einrichten. Das sind Straßen mit wenig Autoverkehr, auf denen jetzt schon überwiegend Tempo 30 gilt und auf denen Radler Vorfahrt haben sollen. Eine erste soll von Eilendorf über Nebenstraßen zum Elisenbrunnen führen. Das soll die Sicherheit für Radfahrer deutlich erhöhen.

Aachener Radwege laut Gutachten nicht sicher genug

00:31 Min.

Stand: 08.02.2019, 08:59

Kommentare zum Thema

10 Kommentare

  • 10 Jochen 09.02.2019, 11:55 Uhr

    Aha, die Stadt Aachen benötigt also ein Gutachten, um festzustellen, dass die Aachener Straßen für Radfahrer unsicher sind - wow. Vielleicht hätten die Verantwortlichen der Stadt einfach einen Blick auf die Anzahl der getöteten Radfahrer (pro 1000 Einwohner) der letzten Jahre werfen müssen, den Vertretern des ADFC oder den Vorschlägen ihrer fahrradfahrenden Bürger (beispielsweise mir) Gehör schenken müssen, und die Sicherheit hätte schon vor Jahren für Fahrradfahrer erhöht werden können. Stattdessen rettet die Stadt beispielsweise lieber einen gescheiterten Fußballverein mit mehreren Millionen Euro Steuergeld, der weiterhin kurz vor dem Untergang steht...

  • 9 Wupperradler 08.02.2019, 20:47 Uhr

    "Rechtlich gesehen müsste man hinter dem Radfahrer bleiben, falls der Mindestabstand nicht ausreicht. Das mache aber fast niemand." Puuhh, ich hatte schon befürchtet, dass man wirklich dahinter bleiben muss, aber ist ja nur rechtlich gesehen so. ??

  • 8 RVPVS 08.02.2019, 19:29 Uhr

    Das Auto hat sich in den letzten Jahrzehnten dermaßen penetrant in unseren Städten breit gemacht, dass manche das schon normal finden. Wer meint, unbedingt mit einer Tonne Blech in die Stadt fahren zu müssen, der soll gefälligst ins Parkhaus fahren und dort einen angemessenen Preis bezahlen. Ich finde es völlig asozial, von der Allgemeinheit zu verlangen, dass man für sein Blech einen kostenlosen oder lächerlich günstigen Parkplatz (Anwohnerparken) in der Stadt zur Verfügung gestellt bekommt. Viele Familien können sich kein so großes Kinderzimmer leisten wie Sie Fläche umsonst für Ihr Auto beanspruchen!

  • 7 RVP-VS 08.02.2019, 19:23 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 6 Lothar Herweg 08.02.2019, 18:49 Uhr

    Radfahrstreifen sind nicht nur in Aachen unsicher und der Mindestabstand ist vielen Autofahrern schlichtweg unbekannt.

  • 5 rob 08.02.2019, 17:29 Uhr

    Parkplätze weg? Bei solchen unqualifizierten Aussagen muss man sich aber sehr beherrschen beim verfassen eines Kommentars! Es gibt jetzt schon viel zu wenig Parkplätze und selbst als Anwohner muss ich nach Feierabend noch 15 Minuten Runden drehen um einen zu finden. Hinzu kommt, dass dafür auch zahlen muss! Ganz zu schweigen von dem Bußgeldern die man bezahlen darf, weil man gezwungen ist außerhalb seines Bereiches zu parken! Was ist mit den Pendlern die von außerhalb kommem und auf Parkplätze in der Stadt angewiesen sind? Bei Eis und Schnee wollen sie dann auch die Leute auf das Fahrrad zwingen?! Parkplätze abschaffen, das ist ja eine ganz tolle Idee. Sie wären wahrscheinlich auch für Sprit 5 Mark pro Liter gewesen um das Umweltproblem zu lösen. Das die Menschen trotzdem auf das Auto fahren angewiesen sind und somit eben auch auf das Parken, bedenken sie dabei nicht. Bitte behalten sie Ihre unqualifizierten und realitätsfremden Vorschläge für sich.

    Antworten (2)
    • Problem 08.02.2019, 18:48 Uhr

      Naja, sagen wir mal so: wenn wir das Fahrradfahren in Aachen fördern wollen - was DRINGEND notwendig ist - dann müssen die Autofahrer an irgendeinem Punkt zurückstecken. Entweder bei der Straßenbreite oder bei den Parkplätzen. Sie müssen das Ganze auch aus der anderen Perspektive betrachten: die Situation wird nicht besser werden, wenn nicht mehr Leute auf das Fahrrad umsteigen, solange aber das Autofahren zu attraktiv und das Fahrrad zu unattraktiv, weil unsicher, ist, wird sich nichts ändern. Irgendwo müssen diese Einschneidungen gemacht werden. Eine Alternative, die ich gerne vorschlage, ist eine Art Anwohnerparken in den APAG-Parkhäusern und auf Supermarktparkplätzen von circa 21 Uhr bis 8 Uhr. Damit hätte man schon eine Menge Parkplatznot gelindert. Zumindest innerhalb des Pariser Rings.

    • RVP-VS 08.02.2019, 19:37 Uhr

      Das Auto hat sich in den letzten Jahrzehnten dermaßen penetrant in unseren Städten breit gemacht, dass manche das schon normal finden. Wer meint, unbedingt mit einer Tonne Blech in die Stadt fahren zu müssen, der soll gefälligst ins Parkhaus fahren und dort einen angemessenen Preis bezahlen. Ich finde es völlig asozial, von der Allgemeinheit zu verlangen, dass man für sein Blech einen kostenlosen oder lächerlich günstigen Parkplatz (Anwohnerparken) in der Stadt zur Verfügung gestellt bekommt. Viele Familien können sich kein so großes Kinderzimmer leisten wie Sie Fläche umsonst für Ihr Auto beanspruchen!

  • 4 Heiner 08.02.2019, 15:44 Uhr

    Radfahrer und Autofahrer passen einfach nicht zueinander! So wie es rücksichtsvolle Autofahrer gibt, die auf Radfahrer achten und nicht zeigen, dass sie die stärkeren sind, gibt es auch nachsichtige Radfahrer, die, wenn sie sich im toten Winkel des Autofahrers befinden, vorsorglich die Bremse betätigen. Das ist leider nur ein Beispiel, wie man es in den Niederlande häufiger beobachten kann als in Deutschland. Hier sind es die Individualisten mit einem ausgeprägten Rechtsempfinden für ihr Verhalten. Vielleicht sollten sich beide Gruppen einem Wesenstest unterziehen, bevor sie auf den Individualverkehr losgelassen werden.

    Antworten (1)
    • Problem 08.02.2019, 18:51 Uhr

      Die aktuelle Situation ist nur leider, dass den Fahrradfahrern kaum Raum gegeben wird. Auf dem Adalbersteinweg oder der Jülicher Straße mit dem Fahrrad unterwegs zu sein ist immer wieder ein Abenteuer. Man wird geschnitten, der Weg wird zugeparkt, man wird angehupt, es wird mit zu wenig Abstand überholt, Leute öffnen die Türen ohne zu gucken und am Ende zahlt immer der Radfahrer mit schweren Verletzungen bis zum Tod. Statt aber hinzugehen und den Radverkehr WIRKLICH zu fördern, was heißt, dass man den Autoverkehr an ein paar Stellen einfach einschränken MUSS, wird gar nichts richtig getan. Höchstens werden ein paar mehr Eimer Farbe auf die Straße gekippt, Markierungen gemalt und in der Zeitung berichtet es wäre was passiert, wobei Busse und PKW immer noch selbst DURCHGEZOGENE Linien bei Radschutzstreifen einfach ignorieren.

  • 3 W.Aarts, Mönchengladbach 08.02.2019, 15:28 Uhr

    Ich bin ursprünglich Holländer also darf man davon ausgehen dass ich Erfahrung habe bzgl.Fahrradfahren in der Stadt. Es ist eine Mentalitätsfrage, Autofahrer in Deutschland fühlen sich "King of the Road" jeder muss sich denen anpassen und Rücksicht nehmen. Fahren diese Autofahrer in Holland dann ist da die Rede wie toll man in Holland Fahrrad fahren kann weil es getrennte Fahrradwege gibt, jedoch trifft das nur auf dem Lande zu, in der Stadt fährt man auch nebeneinander es ist nur so dass die Autofahrer rücksicht nehmen und wissen dass wenn man einen Fahrradfahrer anfährt immer die Schuld des Autofahrers ist. Und ja auch unter den Fahrradfahrer gibt es Raudies das gibt uns(auch ich fahre Auto)nicht das Recht des Stärksten.

  • 2 jpjea 08.02.2019, 15:23 Uhr

    @Neuro: Pure Polemik. Die meisten Unfälle mit Fahrradfahrern werden durch KFZ-Fahrer verursacht. Die von Ihnen genannten Vorfälle führen nicht zu Unfällen. Geben Sie auch Frauen die Schuld an einer Vergewaltigung, weil sie sich gut anzieht und gut aussieht? Für Aachen muss die Lösung lauten. Parkplätze weg und Radfahrstreifen inkl. Sicherheitsstreifen bauen. Wo keine Parkplätze sind, muss eine Fahrspur weg und die verbleibende kann zu einer überbreiten werden. Sicherheit vor Flüssigkeit des KFZ Verkehrs. Ein Recht auf Parken gibt es nicht in der StVO.

  • 1 Neuro 08.02.2019, 14:57 Uhr

    Es wäre schön wenn die vorhandenen Radwege von den Radfahrern überhaupt erst genutzt würden . Aber nein, die fahren lieber entgegen einer Einbahnstrasse obwohl Radwege vorhanden sind. Zu sllem Überfluss fahren die meisten ohne Licht und nicht mal was reflektierendes an. Aber die anderen Verkehrsteilnehmer sind schuld, niemals die Radfahrer. Nicht alle Radfahrer sind so, aber gute 70 %. Vielleicht sollten die Radfahrer nicht nur auf ihre Rechte pochen, sondern auch einen Augenmerk auf ibre Pflichten haben

    Antworten (3)
    • Julian 08.02.2019, 16:10 Uhr

      Ich fahre Fahrrad und Auto, mit dem Fahrrad komme ich täglich in gefährliche Situationen, mit dem Auto musste ich noch keine einzige Gefahrenbremsung durchführen.

    • Vito Leone 08.02.2019, 16:46 Uhr

      Es wäre schön, wenn die vorhandenen Straßen von den Autofahrern überhaupt erst genutzt würden. Aber nein, die parken lieber auf Rad- und Fußwegen, obwohl Straßen vorhanden sind. Zu allem Überfluss fahren die meisten ohne Verstand und halten nicht mal Abstand zu Radfahrern. Aber die anderen Verkehrsteilnehmer sind schuld, niemals die Autofahrer. Nicht alle Autofahrer sind so, aber gute 70%. Vielleicht sollten die Autofahrer nicht nur auf ihre Rechte pochen, sondern auch einen Augenmerk auf ihre Pflichten haben. @Neuro: Na? Fällt Ihnen etwas auf?

    • Radler 08.02.2019, 16:48 Uhr

      Lieber Neuro bist du schonmal in Aachen Rad gefahren? Wir können uns gern einmal treffen und eine gemeinsame Runde über die von der Stadt Aachen geplanten und angelegten "Radwege". Ich kann dir gerne meine regelmäßig befahrenen Strecken zeigen auf denen ich mindestens einmal pro Woche in einen Verkehrsunfall verwickelt wäre wenn ich nicht regelmäßig auf meine Vorfahrt/Vorrang verzichten würde. Über das Thema wo sogenannte Radwege vorhanden sind oder nicht können wir uns auch gerne unterhalten. Ein roter Boden reicht da zum Beispiel nicht aus. Das ist lediglich ein roter Boden. Bis das ein Radweg wird muss noch einiges Verändert werden. Bis dieser Radweg dann der VwV-StVo entspricht, in der dargestellt ist wie ein Radweg auszusehen hat ist es noch mindestens ein so großer Schritt wie bis zum Mars. LG ein Radfahrer mit neongelbem Helm und funktionstüchtigem Licht ;)