Mars-Mission: Radioteleskop in der Eifel überwacht die Mission

Mars-Mission: Radioteleskop in der Eifel überwacht die Mission

Bei der Mars-Mission mit dem Nasa-Rover "Perseverance" spielt das Radioteleskop Effelsberg in der Eifel eine entscheidende Rolle. Und ohne Bauteile aus Herzogenrath könnte der Roboter keine Gesteinsproben sammeln.

Nach rund sechs Monaten Flugzeit ist der US-Rover "Perseverance" auf dem Mars gelandet, um dort nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens zu suchen sowie um das Klima und die Geologie des Planeten zu erforschen.

Für die US-Raumfahrtbehörde Nasa ist es eine der wichtigsten Missionen in diesem Jahr. Das waren die Momente der Landung:

Genaue Beobachtung der Landung in der Eifel

Radioteleskop Effelsberg

Die Marsmission wird von hier aus beobachtet

Beobachtet wurde die Landung von zwei Teleskopen: Eines steht in den Appalachen in West Virginia (USA), eines steht in Effelsberg bei Bad Münstereifel. Das sind die größten beweglichen Radioteleskope der Welt.

Am Teleskop des Max-Planck-Institutes für Radioastronomie in Bonn sind wichtige Forschungs-Daten von der Marssonde in den kritischen Momenten der Landung aufgezeichnet worden - dabei geht es konkret um einen Trägerton. Aus der Frequenzveränderung beim Abbremsen der Sonde lassen sich Schlüsse über den Verlauf der Landung ziehen.

Funksignale erst nach elf Minuten übermittelt

Für die Forscher ist es eine ungewöhnliche Aufgabe. Normalerweise suchen sie im Weltall nach Radiowellen natürlichen Ursprungs, jetzt überwachen sie mit ihrem 100 Meter großen Teleskop den Funkverkehr bei der NASA-Mission.

Die Funksignale sind in Lichtgeschwindigkeit unterwegs. Für die große Strecke vom Mars bis nach Bad Münstereifel benötigen sie trotzdem elf Minuten. Diese Daten sind generell wichtig, falls etwas nicht nach Plan läuft. Anhand der Daten sind keine Schwierigkeiten bei der Landung festgestellt worden.

Landung der NASA-Marssonde

03:26 Min. Verfügbar bis 18.02.2022


Der Ende Juli 2020 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartete Roboter der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll mit einem riskanten Manöver in einem bislang noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See namens "Jezero Crater" aufsetzen.

Bauteile aus Herzogenrath

Illustration: NASA-Rover Perseverance

Persevarance sammelt Gesteinsproben

Mehrere Bauteile der Sonde kommen vom Unternehmen "Cerobear" in Herzogenrath bei Aachen. Es geht dabei um speziell für das Mars-Projekt entwickelte Lager im ausfahrenden Arm, im Bohrkern oder an den Rädern. Diese Lager, sagt das Unternehmen, seien wichtig für den reibungslosen Ablauf der Mission.

Stand: 19.02.2021, 07:20