Aachen: Nach Unfall Diskussion um Sicherheit von Radfahrern

Diskussion um Sicherheit von Radfahrern

Aachen: Nach Unfall Diskussion um Sicherheit von Radfahrern

  • Diskussion nach tödlichem Radunfall
  • Verkehrsteilnehmer fordern mehr Sicherheit
  • Radwege laut Gutachten unsicher

Der tödliche Unfall an der Vaalser Straße am vergangenen Dienstag (12.02.2019) heizt die Diskussion um die Sicherheit von Radfahrern in Aachen zusätzlich an. Eine Radfahrerin war am Morgen von einem abbiegenden Lastwagen angefahren worden. Sie starb kurz darauf an ihren Verletzungen.

Mahnwache: Kritik an der Stadt

Diskussion um Sicherheit von Radfahrern

Weißes Fahrrad als Mahnmal am Unfallort

Bei einer Mahnwache am Unfallort versammelten sich am Dienstagabend ca. 30 Menschen. Die meisten von ihnen fahren selbst regelmäßig Rad in Aachen. Sie sagten, sie gerieten oft in lebensgefährliche Situationen. Die Stadt tue zu wenig, um ihre Lage zu verbessern und Radwege sicherer zu machen. Sie forderten, dass Radwege stärker von der Straße getrennt werden müssten, so wie in den Niederlanden. Das fände auch der ADFC gut, sieht aber kaum Chancen, diese Forderung hier durchzusetzen.

Aachener Radfahrer zur Sicherheit

00:21 Min.

Radwege in Aachen sind nicht sicher

Diskussion um Sicherheit von Radfahrern

Mahnwache am Unfallort

Erst vor einigen Tagen hatte ein Gutachten ergeben, dass die markierten Radwege an Aachens Hauptstraßen nicht sicher sind. Auch die Stadt räumte ein, es sei fast unmöglich, den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen Autos und Rädern einzuhalten. 

Stadt versucht Gefahrenquellen zu entschärfen

Mit verschiedenen Maßnahmen hat die Stadt in letzter Zeit versucht, Gefahrenstellen für Radfahrer zu entschärfen. So änderte sie die Verkehrsführung am Hansemannplatz, nachdem dort im April 2017 ein Bus beim Abbiegen eine Radfahrerin überrollt hatte. Und auf einem Teil des Adalbertsteinwegs wurde ein Schutzstreifen zwischen parkenden Autos und Radweg eingerichtet.

Stand: 13.02.2019, 09:16

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