Bis Herbst 2021: Radeberger will Kölsch-Brauerei aufgeben

Bis Herbst 2021: Radeberger will Kölsch-Brauerei aufgeben

  • Radeberger und Früh-Brauerei kooperieren
  • Kölsch-Marken bleiben unverändert
  • Gewerkschaft sorgt sich um Mitarbeiter

Die Radeberger Gruppe will ihre Kölsch-Produktion auslagern und die Brauerei in Köln-Mülheim schrittweise aufgeben. Das "Haus Kölscher Brautradition", eine Radeberger-Tochter mit Marken wie Sion, Gilden oder Dom Kölsch, werde seine Produktion bis Herbst 2021 schrittweise an die Früh-Brauerei abgeben, erklärten die Unternehmen am Freitag (12.04.2019) in einer gemeinsamen Mitteilung.

Radeberger wolle seine Marken aber weiter selbst vermarkten — Unternehmenssitz des Hauses Kölscher Brautradition bleibe Köln-Mülheim. "Wenn zwei Brauer ihre Mengen produktionsseitig zusammenlegen, entsteht ein optimal zugeschnittener und ausgelasteter Standort, der in einem tendenziell schwierigen Bier- und Kölschmarkt noch zukunftssicherer betrieben werden kann", erklärte der Sprecher der Geschäftsführung der Radeberger Gruppe, Niels Lorenz. Die Kölsch-Marken blieben auch nach der Kooperation unverändert.

Gewerkschaft: Zukunftssorgen ernst nehmen

Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) arbeiten im Haus Kölscher Brautradition etwa hundert Beschäftigte. Sie forderte, die Zukunftssorgen der Mitarbeiter ernst zu nehmen und Sicherheiten zu geben.

Stand: 12.04.2019, 20:26