Neuer Prozess wegen Prügelattacke in Düren

Rotes Backsteingebäube mit einer Hofeinfahrt, davor eine Stele mit der Aufschrift Justizzentrum

Neuer Prozess wegen Prügelattacke in Düren

  • Mehrere Polizisten nach Angriff verletzt
  • Angeklagter soll geprügelt haben
  • Vater und zwei Brüder bereits verurteilt

Das Landgericht Aachen verhandelt seit Montag (11.03.2019) erneut über eine drei Jahre zurückliegende Prügelattacke auf Polizeibeamte in Düren. Dabei waren mehrere Beamte durch Mitglieder einer Großfamilie verletzt worden. Auslöser der Attacke war ein Streit um ein Knöllchen. Der jetzt angeklagte Sohn soll mitgeprügelt haben. Sein Vater und zwei Brüder wurden bereits verurteilt.

Streit um Knöllchen eskaliert

Mitglieder einer Dürener Großfamilie hatten im November 2016 auf Polizisten eingeprügelt, auch der jetzt angeklagte 23 Jahre alte Sohn soll zugeschlagen haben. Mehrere Beamte wurden verletzt, einen traf es besonders schwer. Einem 37 Jahre alten Polizisten wurde die Augenhöhle zertrümmert. Noch Monate später litt er unter Sehstörungen, Taubheitsgefühlen und starken Schmerzen.

Erste Urteile gegen Vater und zwei Söhne

Wegen dieser brutalen Tat wurde bereits im Dezember 2017 ein damals 29 Jahre alter Sohn der Großfamilie zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Sein mitangeklagter Vater und ein Bruder bekamen Bewährungsstrafen.

20 Verhandlungstage

Jetzt steht mit dem 23-Jährigen ein weiterer Sohn unter anderem wegen Körperverletzung vor Gericht. Er hatte sich als Zeuge zuvor selbst belastet. Für den Prozess sind 20 Verhandlungstage geplant. Das Urteil wird im Juli erwartet.

Stand: 11.03.2019, 14:45