Köln: Prozessauftakt um Kokainschmuggel mit Pferdetransporter

Kölner Landgericht

Köln: Prozessauftakt um Kokainschmuggel mit Pferdetransporter

  • Anklage fordert Rückzahlung von 119 Millionen Euro aus Drogendeal
  • Verbindung zur Mafia möglich
  • Urteil soll im Frühjahr 2020 gesprochen werden

Vor dem Landgericht in Köln hat am Mittwoch (13.11.2019) ein Prozess wegen Drogenschmuggels begonnen. Angeklagt sind drei Männer und zwei Frauen, die mit einem Pferdetransporter Kokain transportiert haben sollen. Einige Angeklagte sollen auch Verbindungen zur kalabrischen Mafia-Organisation 'Ndrangheta haben.

Der Hauptangeklagte ist ein Pizzabäcker aus Pulheim. Er wurde im vergangenen Dezember bei einer europaweit angelegten Razzia festgenommen. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft vor, gemeinsam mit Komplizen Drogen geschmuggelt zu haben. Dafür sollen sie einen präparierten Anhänger eines Pferdehofes aus Much im Rhein-Sieg-Kreis benutzt haben.

Prozess unter hohen Sicherheitsvorkehrungen

Die mutmaßlichen Täter sollen für den Schmuggel untrainierte Pferde als Tarnung in die Niederlande gefahren, dort Kokain in den Transporter geladen, und später nach Großbritannien gebracht haben. Die Anklage geht davon aus, dass so fast zweitausend Kilogramm Kokain geschmuggelt wurden.

Drahtzieher sollen über 100 Millionen Euro zurückgeben

Die Staatsanwaltschaft fordert von den Angeklagten die Rückzahhlung der Erträge aus dem Drogendeal. Zwei mutmaßliche Drahtzieher sollen 119 Millionen Euro ertsatten. Der Hauptangeklagte bestreitet eine Verbindung zur Mafia.

Der Prozess in Köln findet unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen statt. Zuschauer werden am Eingang des Gerichtssaals kontrolliert. Ein Urteil in diesem Fall soll im April kommenden Jahres gesprochen werden.

Stand: 13.11.2019, 11:07