Wuppertal: Prozess wegen sexuellen Kindesmissbrauchs

Polizei-Streifenwagen vor dem Landgericht Wuppertal

Wuppertal: Prozess wegen sexuellen Kindesmissbrauchs

  • Prozessauftakt am Wuppertaler Landgericht
  • Neunjährige von Mann missbraucht
  • Angeklagter legt Geständnis ab

Vor dem Wuppertaler Landgericht muss sich seit Montag (07.01.2020) ein 36 Jahre alter Mann wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verantworten. Laut Anklage hat er sich über mehrere Jahre hinweg an der Tochter einer Bekannten vergangen.

Umfangreiches Geständnis

Gleich zum Prozessauftakt legte der Mann ein umfangreiches Geständnis ab: Nachdem er seine Wohnung verlor, habe er im Haus eines Bekannten übernachtet, erzählte er. Im Jahr 2015 zog dann dessen Lebensgefährtin mit ihren Kindern in das Haus. Das Mädchen war damals neun Jahre alt.

Zu den ersten sexuellen Handlungen sei es gekommen, als er die Kinder jeden Abend zu Bett brachte. Die Mutter der Kinder sei zu der Zeit im Krankenhaus gewesen. Die Neunjährige hatte in dem Haus ein eigenes Zimmer. Im Laufe der Zeit hätten sich die sexuellen Handlungen immer weiter gesteigert.

Mädchen muss nicht aussagen

Mit seinem Geständnis bestätigte der Mann sämtliche Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft. Dem Mädchen bleibt damit eine Aussage vor Gericht erspart. Die Ermittlungen gegen den Mann kamen erst ins Rollen, nachdem bei ihm kinder- und jugendpornografische Bilder und Videos gefunden wurden. Die habe er erst gesammelt, nachdem er zu dem Mädchen bereits eine Beziehung hatte, erklärte der 36-Jährige. Das Urteil wird noch in diesem Monat erwartet.

Stand: 07.01.2020, 15:33

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