Ehefrau aus Eifersucht getötet - acht Jahre Haft

Ehefrau aus Eifersucht getötet - acht Jahre Haft

  • Acht Jahre Haft für 41-Jährigen
  • Ehefrau mit 18 Messerstichen getötet
  • Gericht: Motiv Eifersucht

Das Bonner Schwurgericht hat einen 41-Jährigen wegen der Tötung seiner Ehefrau mit 18 Messerstichen zu acht Jahren Haft verurteilt. Es sprach den gelernten Schweißer am Montag (11.05.2020) wegen Totschlags schuldig. Grund soll Eifersucht gewesen sein. Die 28-Jährige war im November 2019 umgebracht worden. Die Verteidigung hatte vier Jahre Haft gefordert.

Ehefrau mit 18 Stichen getötet

Angeklagter wird in den Gerichtssaal geführt.

18 Mal, sagt die Staatsanwaltschaft, habe der Mann Ende vergangenen Jahres in Waldbröl auf seine Frau eingestochen. Die 28-Jährige habe sich von ihm trennen wollen und ihn mit einem Arbeitskollegen betrogen – deshalb sei es zum Streit gekommen, schilderte der Angeklagte den Richtern.

Richter gingen von einer spontanen Tat aus

Bei der Messerattacke gingen die Bonner Richter von einer Spontantat aus. Sie glaubten dem Angeklagten nicht, dass seine Ehefrau ihn vorher massiv beleidigt haben soll. Der Vorsitzende Richter sagte: "Er hat seinen Willen über das Lebensrecht eines Menschen gestellt."

Angeklagter legte Geständnis ab

Allerdings spreche für den Angeklagten, dass er nach der Messer-Attacke den Notruf gewählt und Hilfe geholt habe. Seine Frau starb jedoch kurze Zeit nach der Attacke im Krankenhaus. Der 41-Jährige ließ sich noch am Tatort widerstandslos festnehmen. Er hatte bereits zu Prozess-Beginn ein Geständnis abgelegt und war nicht vorbestraft.

Das Paar war 2018 aus Rumänien nach Deutschland gekommen, um hier zu arbeiten und sich mit dem Geld in der Heimat ein Haus zu kaufen.

Stand: 11.05.2020, 18:05