In Stauende gerast: Haftstrafe für Lkw-Fahrer

Unfallstelle auf der A3 bei Ratingen

In Stauende gerast: Haftstrafe für Lkw-Fahrer

  • Knapp drei Jahre Haft für Lkw-Fahrer
  • Bei Ratingen auf A3 in Stauende gefahren
  • Drei Menschen starben

Das Düsseldorfer Amtsgericht hat am Dienstag (26.03.2019) einen Lkw-Fahrer, der auf der A3 bei Ratingen in ein Stauende gerast war, wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Drei Menschen starben bei dem Unfall Ende 2017. Der 41-Jährige muss für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis.

Das Gericht wertete für den Angeklagten, dass er gestanden und sich bei den Angehörigen der Opfer entschuldigt hat. Das ändere jedoch nichts daran, dass durch sein Fehlverhalten drei Menschen gestorben sind, sagte der Richter.

Unfall im Berufsverkehr

Der Lkw-Fahrer kann sich nach eigener Aussage nicht an den Unfall erinnern. Laut Gutachter hatte der Mann keinen Alkohol getrunken, keine Drogen genommen und auch alle Pausenzeiten eingehalten.

Laut Anklage war der Fahrer im morgendlichen Berufsverkehr unaufmerksam und mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Er fuhr an einem Stauende in einen Gefahrgut-Lkw. Die fünf davor stehenden Fahrzeuge wurden dadurch zusammengeschoben.

Zwei Männer und eine Frau starben

Ein Autofahrer erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen, eine Frau und ein niederländischer Badminton-Profi starben später an ihren Verletzungen.

Stand: 26.03.2019, 14:11