Prozess um Steuerhinterziehung in Millionen-Höhe

Angeklagte am Bonner Landgericht

Prozess um Steuerhinterziehung in Millionen-Höhe

Das Bonner Landgericht befasst sich seit Montagmorgen (11.03.2019) mit einem Fall von Steuerhinterziehung in Millionen-Höhe. Angeklagt ist unter anderem der Chef einer Zaunbau-Firma aus Rheinbach.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Über Strohmänner gründete der Unternehmer Scheinfirmen und kaufte über diese günstig Zaun-Elemente in der Türkei ein. Anschließend kaufte das Rheinbacher Unternehmen den Briefkastenfirmen die Ware für deutlich mehr Geld wieder ab.

Steuerhinterziehung von mindestens 1,5 Millionen Euro

Die Differenz soll in bar an den Hauptangeklagten zurück geflossen sein. Außerdem soll der Mann seinem Unternehmen auch einen steuerlichen Vorteil verschafft haben: Dadurch, dass er die höheren Einkaufskosten beim Finanzamt geltend machte, verbuchte die Firma weniger Gewinn.

Dem Fiskus soll ein Schaden von mindestens 1,5 Millionen Euro entstanden sein, sagt die Bonner Staatsanwaltschaft. Sie spricht von bandenmäßiger Steuerhinterziehung in 59 Fällen. Mitangeklagt sind auch der Bruder des Hauptbeschuldigten, sowie ein Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin der Rheinbacher Firma. Ein Urteil wird Ende Mai erwartet.

Stand: 11.03.2019, 11:19