Rentner erstickt: Mutmaßlicher Drahtzieher vor Gericht

Gebäude des Landgerichts in Krefeld

Rentner erstickt: Mutmaßlicher Drahtzieher vor Gericht

  • Anklage wegen Raubes mit Todesfolge
  • Andere Täter bereits verurteilt
  • Rentner vor zwei Jahren qualvoll erstickt

Ein Raubüberfall, bei dem vor zwei Jahren ein 79-jähriger Rentner qualvoll erstickte, beschäftigt seit Donnerstag (08.11.2018) zum zweiten Mal das Krefelder Landgericht. Jetzt muss sich der mutmaßliche Hintermann wegen Raubes mit Todesfolge verantworten.

Angeklagter fuhr Fluchtauto

Bei der Tat im Oktober 2016 soll der Angeklagte in einem Fluchtauto auf die anderen Täter gewartet haben. Diese durchsuchten währenddessen die Wohnung des Rentners nach Beute. Dabei fesselten und knebelten sie den Mann, bis dieser erstickte.

Drei Monate nach der Tat wurden zehn Verdächtige verhaftet. Die Gruppe soll sich darauf spezialisiert haben, ältere Menschen im Rheinland und im Ruhrgebiet zu bestehlen. Nach ihrer Festnahme verdichtete sich auch der Verdacht gegen den jetzt Angeklagten. Im vergangenen Sommer wurde er in Solingen von Zielfahndern aufgespürt.

54-Jähriger soll Tat geplant haben

Während der 54-jährige Angeklagte vor Gericht zu den Vorwürfen schwieg, bestätigte einer der Mittäter diese. Der bereits Verurteilte sei für den Überfall vom Angeklagten angeworben worden. Dieser habe ihm dafür 25.000 Euro versprochen.

Für den Prozess sind bis 19.12.2018 vier weitere Verhandlungstage angesetzt. Dem Angeklagten drohen mehrere Jahre Haft.

Stand: 08.11.2018, 16:35