Prozess um tödlichen Unfall in Siegburg: Bewährungsstrafe für Verursacher 

Angeklagter gesteht im Raserprozess

Prozess um tödlichen Unfall in Siegburg: Bewährungsstrafe für Verursacher 

Das Amtsgericht Siegburg hat am Dienstag einen Troisdorfer unter anderem wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Der 40-Jährige hatte gestanden, im April 2019 in der Troisdorfer Innenstadt die Kontrolle über seinen Wagen verloren zu haben. Das Auto schleuderte gegen ein Ehepaar, das auf Fahrrädern an einer roten Ampel wartete. Der Mann starb, seine Frau überlebte schwer verletzt. Der ehemalige Vorstandschef der Württembergischen Versicherung starb bei dem Unfall, seine Frau überlebte schwer verletzt. Beide hatten auf ihren Pedelecs an einer roten Ampel gewartet.

Fahrlässige Tötung als Vorwurf

Der Angeklagte bereue was passiert sei und würde das Geschehene gerne rückgängig machen. An den Unfall an sich könne er sich nicht mehr erinnern.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem fahrlässige Tötung vor.

2,8 Promille Alkohol im Blut

Der Mann soll im April 2019 - mit 2,8 Promille Alkohol im Blut - in der Troisdorfer Innenstadt die Kontrolle über sein Auto verloren haben. Nach dem Zusammenstoß war der Angeklagte zunächst geflüchtet - kurz darauf aber von der Polizei festgenommen worden.

Urteil Ende April erwartet

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagte vorgeworfen, nicht nur stark alkoholisiert, sondern auch viel zu schnell gefahren zu sein.

Seinen Führerschein hatte die Polizei direkt nach dem Unfall beschlagnahmt. Erst in zwei Jahren dürfte er einen neue Fahrerlaubnis beantragen. Und auch das nur, wenn er nachweisen kann, dass er ein Jahr lang weder Alkohol noch Drogen konsumiert hat.

Außerdem muss der 40-Jährige 10.000 Euro an eine Stiftung zahlen, die die Frau des Opfers leitet.

 



Stand: 30.03.2021, 13:58

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