Baumhausräumung im Hambacher Forst - Verfahren eingestellt

Räumungsprozess Hambacher Forst

Baumhausräumung im Hambacher Forst - Verfahren eingestellt

  • Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt
  • Aktivist war wegen tätlichen Angriffs angeklagt
  • Video bringt keine Beweise

Vor dem Amtsgericht Kerpen ist am Donnerstag (29.11.2018) ein Verfahren gegen einen Aktivisten im Zusammenhang mit den Baumhausräumungen im Hambacher Forst gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt worden. Ein 23-Jähriger war wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Polizisten und versuchter Körperverletzung angeklagt.

Als Beamte ihn im September von einem Baum herunterholen wollten, soll er sich mit einem Fausthieb gegen den Helm eines Polizisten gewehrt haben. Als ein Beamter ihn am Fuß packen wollte, trat er laut Anklage nach dessen Hand.

100 Euro für gemeinnützigen Zweck

Ein Video von dem Polizeieinsatz habe nicht ganz zur Klärung der Situation beigetragen, sagte der Direktor des Amtsgerichts Kerpen, Joachim Rau. Man habe darauf nicht erkennen können, was im einzelnen passiert sei. "Aber das war alles wirklich nicht so dramatisch", sagte Rau.

Der 23-Jährige müsse 100 Euro für einen gemeinnützigen Zweck zahlen. Weil sich der Angeklagte zunächst geweigert hatte, seine Personalien anzugeben, hatte er 40 Tage in Untersuchungshaft gesessen.

Es ist das erste Verfahren in Kerpen im Zusammenhang mit den wochenlangen Räumungen im September. Ein Teil des Hambacher Forstes liegt aber auch in der Zuständigkeit des Amtsgerichts Düren. Dort konnte man zunächst nicht sagen, ob es schon entsprechende Verfahren gegeben hat.

Stand: 29.11.2018, 14:09