Krefelder für Tod nach Sex-Spielen verurteilt

Land- und Amtsgericht Krefeld

Krefelder für Tod nach Sex-Spielen verurteilt

  • 18 Monate auf Bewährung für Ehemann
  • Der Mann holte keine Hilfe für seine Frau
  • Frau war innerlich verblutet

Es waren Sexspiele, die tödlich endeten: Das Landgericht Krefeld hat am Mittwoch (17.07.2019) einen 52-jährigen Ehemann zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt - wegen gefährlicher Körperverletzung an seiner Frau.

"Wäre die Frau direkt ins Krankenhaus gekommen, hätte man sie retten können", sagte der Vorsitzende Richter des Krefelder Landgerichts. Es habe sich um einen Unglücksfall aufgrund "äußerst fahrlässigen Vorgehens" gehandelt.

Richter: Für einen Mord fehlt das Motiv

Der Angeklagte hatte seiner Frau nach den gemeinsamen Sexspielen tagelang keine Hilfe geholt. Dabei hatte die 49-Jährige lebensgefährliche innere Verletzung erlitten und war Tage später verblutet. Der Staatsanwalt hatte dreieinhalb Jahre Haft gefordert.

Der Mann aus Krefeld war zunächst wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt worden. Darauf sah das Gericht keinen Hinweis. Für einen Mord fehle es an einem Motiv, so der Richter. Es habe sich um ein glückliches, frisch verheiratetes Paar gehandelt. Der Verurteilte leide selbst unter dem Verlust seiner Frau. Die 49-Jährige habe freiwillig mit ihm sadomasochistischen Sex betrieben.

Stand: 17.07.2019, 16:10