Prozess wegen brennender Strohballen

Heuballen brennen in Siegen

Prozess wegen brennender Strohballen

  • Mutmaßliche Brandstifter vor Gericht
  • Feuer in mehreren bergischen Städten
  • Angeklagte bestreiten Vorwürfe

Eine Serie von Strohballenbränden hat im Sommer 2017 Feuerwehren und Polizei in Remscheid, Solingen und Wermelskirchen in Atem gehalten. Jetzt wird zwei mutmaßlichen Brandstiftern der Prozess gemacht. Vor dem Wuppertaler Amtsgericht müssen sich seit Donnerstag (06.06.2019) zwei Männer im Alter von 22 und 67 Jahren verantworten. Sie bestreiten, dass sie etwas mit Feuer zu tun zu haben.

Brandserie wohl nicht nachweisbar

Dabei geht es laut Anklage ausschließlich um das letzte Feuer, in der Nacht zum 25. Juli 2017. Auf einem Feld in Remscheid-Lüttringhausen brannten damals 90 Strohballen. Die beiden Angeklagten waren kurz danach in der Nähe festgenommen worden. Dafür, dass sie auch für die früheren Brände verantwortlich sein könnten, gäbe es allerdings keine Beweise, sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft. Die Brandserie endete jedoch mit der Festnahme.

Verhandlungstermin zweimal geplatzt

Es ist bereits der dritte Anlauf, den beiden Männern den Prozess zu machen. Zweimal wartete das Gericht auf den Älteren der beiden vergeblich. Als er im März schon zum zweiten Mal unentschuldigt fehlte, erließ der Richter Haftbefehl. Zum möglichen Motiv der beiden Männer gibt es bisher keine Hinweise. Laut Anklage waren sie betrunken und ohne Führerschein, mit einem nicht angemeldeten und nicht versicherten Auto auf das Feld gefahren. Dort sollen sie die 90 Strohballen mit einem Gasbrenner angezündet haben.

Stand: 06.06.2019, 14:51