Billig-Bier in Kölschfässern verkauft: Bewährungsstrafen

Pittermännchen, Kölsch-Fass

Billig-Bier in Kölschfässern verkauft: Bewährungsstrafen

  • Urteile am Kölner Amtsgericht
  • Billig-Bier in Kölschfässern an Kneipen verkauft
  • Betrug fiel zunächst nicht auf

Das Kölner Amtsgericht hat zwei ehemalige Getränkehändler am Dienstag (09.10.2018) zu Bewährungsstrafen von einem Jahr, beziehungsweise zu einem Jahr und zwei Monaten verurteilt. Sie haben zugegeben, günstiges Bier aus dem Sauerland als Markenkölsch teuer verkauft zu haben.

Kölsch auf Pittermännchen, Kölsch-Fass

Billig-Bier wurde in Kölsch-Fässer gefüllt

Dazu hatten sie die Fässer von bekannten Kölner Brauereien im Sauerland abfüllen lassen. Laut Gericht konnte man die Markenfässer nicht erkennen, weil die Angeklagten die Behälter mit Folie beklebt hatten. Mehrere 1.000 Hektoliter Bier haben die jetzt Verurteilten so über die Jahre in Köln und Umgebung in Umlauf gebracht.  

Billig-Bier als Kölsch ausgegeben

Ein Kölsch-Glas steht auf einem Tisch

Der Betrug fiel zunächst niemandem auf

Die Fässer sollen die Angeklagten an Restaurants und Gaststätten geliefert haben. Dort verkauften sie das Bier zu regulären Preisen der Kölner Marken. Das war offenbar zunächst niemandem aufgefallen. Die Masche funktionierte laut Gericht über mehrere Jahre.

Zeugen hatten festgestellt, dass den Getränkehandel in Köln-Niehl auffällig oft Transporter einer sauerländischen Brauerei belieferten. Wie groß der Schaden für die etablierten Kölsch-Brauereien ist, muss noch geklärt werden.

Kölsch für die Welt

WDR 5 Profit - aktuell | 06.07.2018 | 03:40 Min.

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Stand: 09.10.2018, 14:57