Haftstrafe: Euskirchener drohte mit Tod des eigenen Kindes

Angeklagter Vater mit Verteidiger im Gerichtssaal.

Haftstrafe: Euskirchener drohte mit Tod des eigenen Kindes

  • Dreieinhalb Jahre Haft für 27-Jährigen
  • Mann drohte mit Tod des eigenen Kindes
  • Lebensgefährtin erlitt schwere Verletzungen

Nach einem Gewaltexzess gegen seine Lebensgefährtin und Mutter eines gemeinsamen Kindes hat das Bonner Landgericht am Montag (28.10.2019) einen 27-jährigen Mann aus Euskirchen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Der Angeklagte habe sich wegen mehrfacher Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Misshandlung und Bedrohung mit einem schweren Verbrechen schuldig gemacht. Wegen seines jahrelangen Drogen- und Alkoholmissbrauchs wurde zudem die Unterbringung in einer Entzugsklinik angeordnet.

Säugling als Druckmittel eingesetzt

Mehrere Stunden lang hatte der Angeklagte seine 31-jährige Lebensgefährtin gewaltsam terrorisiert. Unter anderem hatte er gedroht, den zwei Wochen alten Säugling fallen zu lassen. Er zwang die Frau zu einer nächtlichen Autofahrt an die Steinbachtalsperre bei Euskirchen, wo er sie an einem Waldstück aussteigen ließ und mit einem Fleischermesser bedrohte.

Der Angeklagte brach die Todesinszenierung ab, nachdem er die Frau mehrfach geschlagen und getreten hatte. Sie erlitt einen Nasenbeinbruch, sowie Prellungen am gesamten Körper. Bis heute ist die Frau schwer traumatisiert.

Im Prozess hatte der Mann ein Geständnis abgelegt und beteuert, dass er die Drohung nie wahr gemacht hätte. Er habe das Baby als Druckmittel gegen die Mutter einsetzen wollen.

Stand: 28.10.2019, 14:44