Geständnis: Prozess gegen Vater aus Euskirchen

Angeklagter Vater mit Verteidiger im Gerichtssaal.

Geständnis: Prozess gegen Vater aus Euskirchen

Von Ulrike Schödel

  • Geständnis von Familienvater am Bonner Landgericht
  • Lebensgefährtin misshandelt und Tod des gemeinsamen Kindes angedroht
  • Anklage unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung

Nach einem gewalttätigen Ausbruch gegen seine Lebensgefährtin und Mutter eines gemeinsamen Kindes hat ein 27-Jähriger aus Euskirchen am Montag (21.10.2019) vor dem Bonner Landgericht ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Er gab unter anderem zu, wiederholt gedroht zu haben, sein Kind zu töten. "Ich hätte die Drohung jedoch nie wahr gemacht", versicherte er dem Gericht, "zu keiner Zeit wollte ich ihm etwas antun." Er habe das Baby als Druckmittel gegen die Mutter eingesetzt.

Mann drohte Lebensgefährtin mit Tod des gemeinsamen Kindes

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten gefährliche Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Misshandlung und Bedrohung mit einem schweren Verbrechen vor.

Der Mann soll seine 31-jährige Lebensgefährtin nach einem Streit über Stunden misshandelt haben. Unter anderem hatte er sie mit einem Fleischermesser bedroht und ihr angedroht, sie und das Kind zu töten. Er hatte außerdem wiederholt angekündigt, den zwei Wochen alten Säugling fallen zu lassen.

Anklage unter anderem wegen Freiheitsberaubung

Danach zwang der Angeklagte die Mutter, in sein Auto zu steigen und fuhr mit ihr und dem Kind an die Steinbachtalsperre bei Euskirchen. Dort drohte er die Frau und das Kind in einem Waldstück umzubringen.

Nachdem er seine Lebensgefährtin mehrfach getreten und geschlagen hatte, brach der Mann die Todesinszenierung schließlich ab. Die 31-Jährige erlitt einen Nasenbeinbruch sowie Verletzungen und Prellungen am gesamten Körper.

Stand: 21.10.2019, 14:14