Prozess um Schändung von jüdischem Friedhof Geilenkirchen

Justizia mit blauem Himmel im Hintergrund

Prozess um Schändung von jüdischem Friedhof Geilenkirchen

Am Amtsgericht Geilenkirchen hat der Prozess um die Schändung des örtlichen jüdischen Friedhofs Ende 2019 begonnen. Angeklagt sind zwei Männer im Alter von 23 und 35 Jahren.

Ihnen wird gemeinschaftliche Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung vorgeworfen. Insgesamt waren auf dem Friedhof 40 Grabsteine umgeworfen und mit Farbe beschmiert worden - zum Teil mit Hakenkreuzen. Die beiden Beschuldigten sollen zur Tatzeit Mitglieder der Neonazi-Gruppe "Syndikat 52" gewesen sein.

Der Geschäftsführer des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein hat die Tat als einen der heftigsten Angriffe auf einen jüdischen Friedhof im westlichen Nordrhein-Westfalen bezeichnet. Den Tätern warf er eine brachiale Zerstörung vor.

Die Schändung des jüdischen Friedhofs sorgte in Geilenkirchen für große Empörung. Bei einer Solidaritätskundgebung am Holocaust-Gedenktag im Januar 2020 protestierten etwa 1.500 Menschen gegen die Tat.

Stand: 15.09.2021, 06:00