Bewährungsstrafen für Fans vom 1. FC Köln

Dezember 2013: Bengalos beim Spiel 1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf

Bewährungsstrafen für Fans vom 1. FC Köln

  • Zwei von fünf FC Köln-Fans verurteilt
  • Sind an Ausschreitungen beteiligt gewesen
  • Gegen drei andere Fans wird weiterverhandelt

Zwei von fünf angeklagten FC Köln-Fans sind am Dienstag (19.03.2019) vom Düsseldorfer Amtsgericht zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Nach einem Fußball-Zweitliga-Spiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Köln im Dezember 2013 waren sie an gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt.

Zwei Angeklagte lehnten Verständigung ab

Gegen drei weitere Angeklagte wird weiterverhandelt. Zwei hatten eine Verständigung abgelehnt. Einer von ihnen sei ein angehender Beamter und befürchte, bei einer Verurteilung nicht übernommen zu werden. Der andere fürchte um seinen Job als Flugbegleiter, weil es dort jährliche Sicherheitsüberprüfungen gibt.

Der dritte Angeklagte ist mehrfach vorbestraft und nicht vor Gericht erschienen. Die Anklage wirft ihnen Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und versuchte Körperverletzung vor.

Sitzschalen in Block geworfen

Im Dezember 2013 schmuggelten Köln-Fans massenweise Bengalos ins Stadion. Zeugen und Videoaufnahmen zeigten, dass die Angeklagten die bengalischen Feuer abgebrannt und auch Sitzschalen in den gegnerischen Block geworfen haben.

Den Ermittlern zufolge war es nur Glück, dass niemand verletzt wurde. Bei dem Hochrisikospiel sind damals mehr als 1.000 Beamte im Einsatz gewesen. Die Eingangskontrollen waren verschärft worden.

Stand: 19.03.2019, 16:48