Kölner Adil Demirci darf nicht ausreisen

Demonstranten fordern die Freilassung des in der Türkei inhaftierten Journalisten Adil Demirci

Kölner Adil Demirci darf nicht ausreisen

  • Adil Demirci muss weiter in der Türkei bleiben
  • Antrag auf Aufhebung der Ausreisesperre wurde abgelehnt
  • Prozess wird im Oktober fortgesetzt

Der wegen Terrorvorwürfen angeklagte Kölner Sozialarbeiter Adil Demirci muss weiter in der Türkei bleiben. Ein Gericht in Istanbul lehnte am Dienstag (30.04.2019) einen Antrag auf Aufhebung der Ausreisesperre ab. Der Prozess soll am 15. Oktober fortgesetzt werden.

Demirci war vor gut einem Jahr von einer Spezialeinheit während eines Besuchs seiner schwer erkrankten Mutter in der Türkei festgenommen worden. Ihm wird neben der Mitgliedschaft in einer verbotenen kommunistischen Partei auch vorgeworfen, bei der Beerdigung von kommunistischen Politikern dabei gewesen zu sein. Demirci selbst bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

Nach zehn Monaten in Haft kam er Mitte Februar frei. Die Türkei darf er seitdem aber nicht verlassen.

Familie und Unterstützer halten Kontakt

Kölner Unterstützer geben Pressekonferenz

Große Solidarität: Kölner unterstützen Adil Demirci

Familie und Unterstützer von Adil Demirci hatten permanent Kontakt nach Istanbul gehalten und bis zuletzt gehofft, dass das Verfahren mit einem Freispruch endet. Diese Hoffnung wurde nun jedoch enttäuscht.

Stand: 30.04.2019, 16:45

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