Prozess um schwere Brandstiftung vor Bonner Landgericht

Prozess um schwere Brandstiftung vor Bonner Landgericht

Von Ulrike Schödel

  • Angeklagter behindert Löscharbeiten von selbstgelegtem Feuer
  • 29-Jähriger legte nach Streit Feuer in der Wohnung der Mutter
  • Brand zuvor telefonisch angekündigt

Vor dem Bonner Landgericht muss sich seit Freitag (23.11.2018) ein 29-jähriger Angeklagter wegen besonders schwerer Brandstiftung sowie Behinderung von Rettungskräften verantworten.

Feuer in der Wohnung der Mutter gelegt

Der Angeklagte hatte im April in der Wohnung seiner Mutter in Mechernich sämtliche Rauchmelder entfernt. Anschließend zündete er eine Matratze an, hierdurch ging das Bett in Flammen auf und zerstörte die komplette Wohnung mit Ruß. Als die Feuerwehr erschien, alarmiert von einem Nachbarn des Sechs-Parteien-Hauses, behinderte der Angeklagte die Sicherheitskräfte am Betreten der Wohnung und bedrohte sie mit einem Messer.

Angeklagter behinderte Löscharbeiten

Aufgrund der Bedrohung, so heißt es in der Anklage, musste die Feuerwehr ihre Löscharbeiten unterbrechen, obwohl das Feuer noch nicht unter Kontrolle war. Zu ihrem eigenen Schutz riefen sie die Polizei. Vier Beamte konnten den Mann schließlich entwaffnen und überwältigen. Durch das Verhalten des Angeklagten seien die Löscharbeiten mindestens fünf Minuten unterbrochen worden.

Dem Brand vorausgegangen war ein Streit des 29-Jährigen mit seiner Mutter, die zu ihrem eigenen Schutz zu ihrer Tochter geflüchtet war. Den Brand hatte er seiner Mutter zuvor telefonisch angekündigt. Das Urteil wird im Januar erwartet.

Stand: 23.11.2018, 14:25