Prozess: Brandstiftung in Bonner Asylunterkunft

Prozess Brandstiftung in Asylunterkunft WDR aktuell 21.01.2020 00:23 Min. Verfügbar bis 21.01.2021 WDR

Prozess: Brandstiftung in Bonner Asylunterkunft

  • Anklage wegen schwerer Brandstiftung
  • Feuer wegen abgelehnter Asylanträge gelegt
  • Angeklagte haben Tat gestanden

Wegen schwerer Brandstiftung müssen sich seit Dienstag (21.01.2020) zwei ehemalige Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Bonn-Bad Godesberg verantworten.

Feuer wegen abgelehnter Asylanträge gelegt

Die beiden Männer waren im August vorübergehend in der Unterkunft untergebracht, weil sie abgeschoben werden sollten. Der ältere der beiden soll aus Ärger über seinen abgelehnten Asylbescheid Gegenstände in einem Zimmer der Unterkunft angezündet haben. Der 19-Jährige soll die Tat gefilmt haben.

Das Video tauchte zunächst auf einer albanischen Facebook-Seite auf und wurde sofort Teil der Polizei-Ermittlungen.

Angeklagte haben gestanden

Zu Prozessbeginn haben beide Angeklagten die Tat gestanden und sich entschuldigt. Ihr Motiv: Zum einen Wut über ihre abgelehnten Asylanträge. Zum anderen die Hilflosigkeit gegenüber dem Sicherheitspersonal der Unterkunft. Mitarbeiter hätten Bewohner bedroht und misshandelt, behauptete einer der jungen Männer heute.

Das Gebäude musste damals evakuiert werden – 150 Bewohner der Unterkunft waren betroffen. Sieben Menschen wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt.

Stand: 21.01.2020, 14:19

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