Prozess gegen Ex-Lehrer in Düsseldorf erneut vertagt

Prozess gegen Ex-Lehrer in Düsseldorf erneut vertagt

  • Ex-Lehrer soll im Ruhestand acht Jahre volles Gehalt bezogen haben
  • Eine halbe Million Euro soll zuviel ausgezahlt worden sein
  • Angeklagter soll zum nächsten Termin von der Polizei vorgeführt werden

Weil ein wegen Betrugs angeklagter Ex-Lehrer heute wieder nicht vor dem Düsseldorfer Amtsgericht erschienen ist, soll er zum nächsten Prozess-Termin von der Polizei vorgeführt werden. Das hat am Montag (25.11.2019) die Richterin angeordnet. Der 67-Jährige hatte sich zwar krank gemeldet, sein Verteidiger konnte das geforderte amtsärztliche Attest aber nicht vorlegen.

Volles Gehalt wurde weiter gezahlt

Das Arbeitsverhältnis des Gelsenkicheners war nach 20-jähriger Tätigkeit zum Jahresende 2009 mit einem Vergleich beendet worden. Doch die zuständige Bezirksregierung Münster hatte vergessen, das dem Landesamt für Besoldung mitzuteilen. Das zahlte bis zum 31. Januar 2018 das volle Gehalt weiter.

Rentner informierte Besoldungsstelle nicht

Laut Anklage waren dem 67-Jährigen aus Gelsenkirchen fast eine halbe Million Euro zu viel ausgezahlt worden. Der Rentner habe die Besoldungsstelle über das Versäumnis zu seinen Gunsten nicht informiert. Er soll laut Anklage auch aktiv betrogen und im Ruhestand Rechnungen zur Kranken- und Pflegeversicherung vorgelegt und so Arbeitgeberzuschüsse kassiert haben.

Prozess war schon einmal verschoben worden

Der Prozess sollte eigentlich schon Anfang Oktober beginnen. Auch damals hatte sich der Angeklagte krank gemeldet und der Prozess war verschoben worden.

Stand: 25.11.2019, 11:00