Freispruch in Prozess um Kindesmisshandlung in Nideggen

Kind wehrt sich mit ausgestreckten Armen

Freispruch in Prozess um Kindesmisshandlung in Nideggen

  • Sieben Wochen altes Mädchen geschlagen
  • Für das Gericht ist die Täterschaft nicht erwiesen
  • Vater erhält Strafe wegen eines anderen Falls

Das Landgericht hat am Freitag (14.02.2020) einen 26-jährigen Vater freigesprochen. Ihm war vorgeworfen worden, seine sieben Wochen alte Tochter misshandelt zu haben. Allerdings sei nicht erwiesen, so das Gericht, dass er das Kind in Nideggen massiv geschlagen und geschüttelt habe. Auch die Mutter könnte es gewesen sein.

Freispruch in Prozess um Kindesmisshandlung

00:46 Min. Verfügbar bis 14.02.2021

Gericht: Vater als gewalttätig bekannt

Im Urteil fanden die Richter drastische Worte für den Vater: Er habe eine dissoziale Persönlichkeit, sei als gewalttätig bekannt und habe ein Drogen- und Alkoholproblem. Das Gericht glaube, dass er seiner Tochter nahezu alle Knochen gebrochen habe, es sei ihm zuzutrauen, aber das lasse sich nicht beweisen.

Tochter lebt nun in Pflegefamilie

Ganz straffrei kommt er aber nicht davon: Wegen Körperverletzung in einem anderen Fall muss er für 15 Monate in Haft, zudem muss er eine Suchttherapie machen. Seine Tochter lebt jetzt in einer Pflegefamilie.

Stand: 14.02.2020, 19:13